SV Curslack-Neuengamme

Beim 3:4 gegen BU immer ein bisschen zu spät dran

Die Curslacker Julian Künkel und Sebastian Spiewak haben gegen BU-Keeper Tim Jeske das Nachsehen (v.l.).

Die Curslacker Julian Künkel und Sebastian Spiewak haben gegen BU-Keeper Tim Jeske das Nachsehen (v.l.).

Foto: Hanno Bode / BGZ/Hanno Bode

Curslack. Trotz Aufholjagd unterlag der SV Curslack-Neuengamme nach 0:3-Rückstand gegen Barmbek-Uhlenhorst mit 3:4

Curslack. Als die Melodie zum griechischen Volkstanz „Sirtaki“ wenige Minuten vor Beginn des Oberliga-Fußballspiels ihres SV Curslack-Neuengamme gegen Barmbek-Uhlenhorst aus den Lautsprechern am Gramkowweg erklang, warfen Florian Rogge und Jan Bannasch die Arme in die Höhe und schwangen ihre Hüften. Die beiden Mittelfeldakteure der Vierländer schienen bester Laune zu sein, obgleich sie nicht zur Startelf gehörten. Nun, über friedlich und frohgestimmte Reservisten freuen sich vermutlich sehr viele Trainer. Matthias Wulff, seines Zeichens Übungsleiter des SVCN, hätte besagtes Duo eigentlich lieber von Beginn an auf dem Platz gesehen als auf der Bank. Doch weil Rogge und Bannasch unentschuldigt eine Viertelstunde zu spät zum Treffpunkt erschienen waren, strich er sie aus der Anfangsformation.

Erste Niederlage nach sieben Spielen

Ob diese erzieherische Maßnahme letztlich ausschlaggebend für die 3:4-Pleite der Hausherren war, ist hypothetisch. Als Figge aber resümierte: „Wir waren heute immer ein bisschen spät dran“, klang das schon doppeldeutig. Wobei es zu einfach wäre, die erste Curslacker Niederlage nach zuvor sieben ungeschlagenen Begegnungen in Folge allein auf die kurzfristig vorgenommen personellen Umstellungen zu gründen. Die Wulff-Equipe ließ einfach viel zu lange das jüngst gezeigte Herzblut, die Spielfreude und den allerletzten Einsatz vermissen, mit dem sie sich aus dem Abstiegskampf befreit hatte.

Geistig schon im Schlummerland

Im ersten Abschnitt glich der SVCN-Auftritt einem „Sirtaki“ zu ganz früher Morgenstunde: Man schleppt die Füße noch über den Boden, ist geistig jedoch schon im Schlummerland. Hellwach war hingegen den Gast. Der überragende Marcel Meyer per wundervollem Schlenzer (34.) und Janis Korczanowski mit einem Abstauber (44.) sorgten für die verdiente Barmbeker Pausenführung. Getreu eines griechischen Sprichwortes: „Es gibt nichts Schlechtes, an dem nicht auch etwas Gutes ist“, konnte es eigentlich nur besser werden für die Vierländer. Zumal nach Bannasch – kam in der 23. Minute für den verletzten Gökhan Iscan – nun auch der andere Zuspätkommer, Rogge, in der Partie war. Aber auch die beiden „Mentalitätsmonster“ brachten vorerst keine Besserung. Abdel Hathat nutzte eine weitere Curslacker Abwehrunsicherheit zum 3:0 (69.). Hernach ließ der Gast weitere Chancen aus, sodass es noch einmal ähnlich prickelnd wurde wie ein „Sirtaki“ zu später Stunde mit einer holden Maid.

Kurz vor Schluss dem Punktgewinn ganz nah

Zunächst traf Duro Maskaljevic per Kopf (76.), dann stelle Chris Pfeifer per Freistoß den alten Abstand wieder her (80.). Als Timo Lenz (85.) und Patrik Papke per Elfmeter (88.) zum 3:4 verkürzten, war Curslack dem Punktgewinn plötzlich wieder ganz nah. „Das wäre heute aber nicht verdient gewesen“, resümierte Wulff treffend. SVCN: Babuschkin (3); Beldzik (5), Spiewak (4), Schalitz (4), Künkel (3); Iscan (-) ab 23. Bannasch (4), Papke (3), Rohde (4-5) ab 46. Rogge (4), Radic (4) ab 75. Kerschke (-), Maskaljevic (4-5); Lenz (3-4).