LANDESLIGA

VfL Lohbrügge wahrt Chance auf Platz zwei

Springen am Ball vorbei (v.l.): die Altengammer Sandro Schraub und Niko Reimers sowie Lohbrügges Javad Gurbanian. Rechts: Domagoj Bozic.

Springen am Ball vorbei (v.l.): die Altengammer Sandro Schraub und Niko Reimers sowie Lohbrügges Javad Gurbanian. Rechts: Domagoj Bozic.

Foto: Hanno Bode

Drei Spieltage hat der VfL Lohbrügge noch Zeit, zwei Punkte auf den Landesliga-Zweiten Hamm United gutzumachen. In Altengamme gewann der VfL 2:1.

Altengamme.  Sven Schneppel sprintete wie von der Tarantel gestochen auf den Rasen. Dann sprang der Coach des Fußball-Landesligisten VfL Lohbrügge beinahe mit der Eleganz eines Eiskunstläufers ab, drehte sich kurz in der Luft und ballte dabei die Fäuste. All die Anspannung, die sich zuvor bei ihm im Nachbarschaftsduell beim SV Altengamme aufgebaut hatte, fiel nun von dem 46-Jährigen ab. „Wir gehen unseren Weg bis zum Schluss weiter – großartig“, schrie Schneppel im Mannschaftskreis, bevor seine Spieler nicht minder laut „Derbysieger, Derbysieger, hey, hey“, skandierten. Die Erleichterung bei allen VfL-Protagonisten war nach dem 2:1-Sieg riesengroß.

Bis zum Schluss gezittert

Bis zum Schluss hatte der Tabellendritte um den Erfolg zittern müssen. Ein Remis wäre wohl gleichbedeutend mit dem K.o. im Aufstiegsrennen gewesen, nachdem Spitzenreiter Bramfeld (8:0 gegen Berne) und der Zweite Hamm United (4:0 bei Rahlstedt) am Vortag vorgelegt hatten. So aber beträgt Lohbrügges Rückstand auf den HUFC weiterhin nur zwei Zähler, der BSV ist bei einer weniger ausgetragenen Partie drei Punkte entfernt. „Ich glaube, es wird für uns für den zweiten Platz reichen, wenn wir unsere letzten drei Spiele gewinnen“, sagte Schneppel, der den VfL gemeinsam mit Elvis Nikolic betreut.

Das Lohbrügger Trainer-Duo durfte sich eine Woche nach dem enttäuschenden 1:1 gegen Dersimspor über eine gute Reaktion ihrer Mannschaft freuen. Die Gäste gingen in Abschnitt eins sehr konzentriert zu Werke und überzeugten auch fußballerisch.

VfL-Torwart macht es noch einmal spannend

Die 1:0-Pausenführung durch ein Tor von Pascal Bäker (30.) war gegen seltsam zurückhaltende Altengammer mehr als verdient. „Wir können uns bei ‚Schwatti‘ (Torwart Matthias Schwartz, die Red.) bedanken, dass wir nicht höher zurückgelegen haben. Wir sind in der ersten Halbzeit einfach nicht reingekommen, waren nicht wach“, sagte SVA-Coach Jan Krey.

Nach dem Seitenwechsel und der Hereinnahme von Niko Reimers, der sich Fleißkärtchen verdiente, wussten sich die Vierländer erheblich zu steigern. Zunächst allerdings ohne zählbaren Erfolg. Als der eingewechselte Marcel Walter dann nach einem Stellungsfehler von Sebastian Peters zum 2:0 traf (70.), wurde die Aufgabe für den SVA noch schwieriger.

Ihm kam dann allerdings Lohbrügges Ersatzkeeper Bün­yamin Bulanik zu Hilfe. Der Vertreter von Alen Brandic unterschätzte die Flugkurve einer Flanke von Jannis Reinhardt, die so den Weg über den Schlussmann ins lange Eck fand (77.). Nun begann für die Lohbrügger das große Zittern. Sandro Schraub (88.) und Dominik Scheu (90.) besaßen gute Chancen auf den Ausgleich, der für die Gäste wohl weitreichende Folge gehabt hätte. So dürfen sie weiter vom Aufstieg träumen. „Aber der Druck wird natürlich nicht weniger“, merkte Schneppel an.
SVA: Schwartz (2); Peters (3) ab 73. Putfarcken (-), Scheu (3), K. Herzberg (3), Behr (3); Reinhardt (3), Voß (3) ab 65. Obrembalska (-), Böttcher (4) ab 46. Reimers (2), Buck (2), Alpen (3); Schraub (3).
VfL: Bulanik (4); Ahmadi (2-3), Hamdan (3), Pallasch (2), Santelmann (3); Hafiz (3) ab 65. Bozic (-), Gurbanian (3) ab 78. Petrekovic-Loncar (-), Zivkovic (3), Betzin (3-4) ab 57. Walter (3), Bäker (2); Gencel (3).