SV Altengamme

Ein schmutziger Sieg im wörtlichen Sinn

Bleibt er? SVA-Trainer Jan Krey.

Bleibt er? SVA-Trainer Jan Krey.

Foto: Hanno Bode / BGZ/Hanno Bode

Altengamme. Ein Feiertagsspiel auf Grand, das ist eine Willensfrage. Den zeigten beim SV Altengamme vor allem zwei Spieler.

Überlegen geführte Partien sind für einen Torhüter oft die schwierigsten. Praktisch beschäftigungslos, muss er doch die ganze Zeit über die Spannung hoch halten, um im entscheidenden Moment hellwach zu sein. So ging es Matthias Schwartz am Ostermontag, dem Keeper des Fußball-Landesligisten SV Altengamme. Im Spiel beim Schlusslicht FC Elazig Spor sahen die Vierländer bei einer 2:1-Führung kurz vor Schluss schon wie die sicheren Sieger aus, als doch noch einmal ein weiter Ball in den Altengammer Strafraum regnete. Plötzlich war Erhan Tunc frei durch und zog sofort ab. Doch Schwartz wehrte ab und rettete seinem Team so den Auswärtssieg (87.).

Ein Rückstand aus dem Nichts

„Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, aber nicht mit unserem Spiel“, ärgerte sich SVA-Coach Jan Krey hinterher über „gefühlt 80 Prozent Fehlpässe“ auf dem tristen Grandplatz am Wendenweg. So mussten die Gäste nach ereignislosen 24 Minuten plötzlich einem Rückstand hinterher laufen. Bei einem wuchtigen Schuss von Onur Agdogan war Schwartz zwar noch auf dem Posten und lenkte den Ball artistisch an den Pfosten. Gegen den anschließenden Nachschuss von Mou-Inzou Bachir war er jedoch machtlos.

Schraub trifft doppelt

Doch zu ihrem Glück hatten die Vierländer neben Schwartz noch einen zweiten Spieler, der an diesem Nachmittag den Unterschied machte: Stürmer Sandro Schraub. Kurz vor der Pause traf er mit einem lehrbuchmäßigen Kopfball zum 1:1-Ausgleich (45.). Nach dem Seitenwechsel war Schraub dann erneut zur Stelle und erzielte auf Vorarbeit von Dominik Scheu und Jonas Buck aus stark abseitsverdächtiger Position das letztlich entscheidende 2:1 (63.). Ein „schmutziger Sieg“, wie man so sagt. Über den freute sich auch Ex-Coach Jörn Geffert, der als Zaungast der Partie bewohnte.

Geheimnistuerei um Trainerfrage

Eine Hängepartie hingegen ist weiter die Trainerfrage für nächste Saison. Viel spricht dafür, dass Krey weitermacht. „Es gibt auch eine Entscheidung“, betonte er, aber eben diese mochte der Sportliche Leiter Philipp Mohr nicht offiziell verkünden. Erst soll in der Woche noch die Mannschaft informiert werden.
SVA: Schwartz (2); Voß (3-4) ab 58. Bierwagen (3), Behr (3), Scheu (2-3), Peters (3-4); Putfarcken (3) ab 58. Alpen (2-3), Reinhardt (2), Böttcher (3-4), Buck (3-4), Heitmann (3) ab 77. Obrembalska (-); Schraub (2).