POKAL-VIERTELFINALE

Altengamme – Dassendorf: „Ein Zwei-Klassen-Unterschied“

Wie beim Vierlanden-Cup treffen Samuel Louca (TuS, l.) und Sandro Schraub (SVA) im Pokal erneut aufeinander.

Wie beim Vierlanden-Cup treffen Samuel Louca (TuS, l.) und Sandro Schraub (SVA) im Pokal erneut aufeinander.

Foto: Hanno Bode / Hanno bode

Altengamme. Zweimal Landesliga gegen Oberliga heißt es im Pokal-Viertelfinale: Lohbrügge empfängt Victoria, Altengamme spielt gegen Dassendorf.

Altengamme/Lohbrügge.  Wenn die Favoritenrolle so eindeutig verteilt ist wie beim Pokalspiel zwischen dem SV Altengamme und der TuS Dassendorf am Sonnabend (15 Uhr, Gammer Weg), wird es für den Außenseiter schwer. Viel ist es nicht, was der Landesligist aus Vierlanden in die Waagschale werfen kann. Zumal Trainer Jan Krey keinen Schwachpunkt beim Oberliga-Meister und Cupverteidiger ausgemacht hat. „Wir wollen mit großem Einsatz spielen“, fällt dem SVA-Coach ein. Darauf zu hoffen, dass der große Favorit den klassentieferen Gegner nicht ernst nimmt, dem schiebt Jean-Pierre Richter einen Riegel vor. „Egal gegen wen wir spielen: Ich bereite mich detailliert vor“, sagt der Dassendorfer Coach vor dem Viertelfinale.

Von Walsleben-Schied verletzt

Dabei weiß Richter die Altengammer durchaus zu schätzen. Als Coach des FC Süderelbe traf der 31-Jährige gleich mehrfach auf die Vierländer. „Die Mannschaft hat sich gut entwickelt und verfügt über eine gute Gemeinschaft. In dieser Saison hat sie aber Höhen und Tiefen erlebt“, sagt Richter. Angesichts der wiedererlangten Stärke des Pokalsiegers scheint es nicht übertrieben, wenn Altengammes Manager Philipp Mohr von einem „Zwei-Klassen-Unterschied“ spricht.

Die Dassendorfer werden auf einen sehr defensiv eingestellten Gegner treffen. Bei dem Versuch, das Vierländer Abwehrbollwerk zu knacken, muss Richter auf Marcel von Walsleben-Schied verzichten. Der TuS-Stürmer hat sich gegen den TuS Osdorf (3:0) einen Muskelfaserriss zugezogen und musste früh ausgewechselt werden. Bei den Altengammern fehlen neben Tobias Czech (Bänderriss) auch Jonas Buck, der für den Pokal gesperrt ist, und Marco Schulz, der sich im Training verletzt hat. Philipp Zeyns ist angeschlagen.

VfL Lohbrügge trifft auf SC Victoria

Zeitgleich zum Pokal-Derby spielt auch der VfL Lohbrügge am Sonnabend (15 Uhr) um den Einzug ins Halbfinale. Und wie am Gammer Weg heißt es auch am Binnenfeldredder: Landesliga trifft auf Oberliga. Der SC Victoria ist zu Gast.

Vor allem in Sachen Tempo („wesentlich höher“) und Physis („in der Breite stärker“) macht VfL-Trainer Sven Schneppel Unterschiede zwischen beiden Mannschaften aus. Einen kleinen Vorteil sieht der Lohbrügger Coach darin, dass die Partie auf dem etwas holprigen Naturrasen am „Binner“ ausgetragen wird. „Da ist Kombinationsfußball schwierig“, sagt Schneppel. Verstecken soll sich seine Mannschaft jedoch nicht. „Wir wollen dem Spiel unseren Stempel aufdrücken.“

Fehlen wird Agatino Indulto, der im Training einen Meniskuseinriss erlitten hat und operiert werden muss. Der in den vergangenen Partien so starke Danijel Suntic ist für den Pokal gesperrt. Und dann gibt es noch den Fall „Agit Aydin“. Der erfolgreichste VfL-Torschütze (13 Treffer) wird in dieser Saison nicht mehr für den VfL auflaufen. Er nimmt auch nicht am Training teil. Angeblich soll sich Aydin mit den Trainern überworfen haben. Schneppel, der das Team mit Elvis Nikolic coacht, wollte sich nicht dazu äußern.