Fussball-Landesliga

Abend der Spitzenspiele: Wer springt auf den Aufstiegszug?

Anto Zivkovic (vorn) gehört mit 30 Jahren zu den ältesten Spielern beim VfL Lohbrügge.

Anto Zivkovic (vorn) gehört mit 30 Jahren zu den ältesten Spielern beim VfL Lohbrügge.

Foto: Volker Koch / BGZ -Volker Koch

Bergedorf. Was für ein Fußballabend in der Landesliga! Die Top Fünf der Hansa-Staffel sind heute alle gleichzeitig im Einsatz.

Dabei könnte der VfL Lohbrügge (3.) seine Aufholjagd mit einem Sieg bei Spitzenreiter Hamm United fortsetzen (19.30 Uhr, Hammer-Park-Stadion). Der FC Voran Ohe (4.) könnte mit einem Sieg beim Bramfelder SV (2.) wertvolle Schützenhilfe leisten (19 Uhr, Ellernreihe). Außerdem spielt noch der SV Nettelnburg/Allermöhe (5.) bei Kosova (7./19 Uhr, Slomanstraße).

Hamm United – VfL Lohbrügge: Alt gegen Jung

Wann immer es gegen seinen Ex-Klub Hamm United geht, muss Sandjar Ahmadi passen. Im Hinspiel war Lohbrügges Vorkämpfer wegen einer Gelb-Roten Karte nicht dabei. Beim heutigen Rückspiel ist er wegen der fünften Gelben Karte gesperrt. Ohne den 27-jährigen sinkt das Durchschnittsalter des VfL-Teams auf deutlich unter 24 Jahre. „Viele wissen nicht, dass wir neben Buxtehude und Vorwärts-Wacker Billstedt eines der jüngsten Teams der Liga haben“, betont VfL-Trainer Elvis Nikolic, der die Mannschaft gemeinsam mit Sven Schneppel coacht. Hamm hingegen kommt auf ein Durchschnittsalter von 27,6 Jahren. Es ist eines der ältesten und abgezocktesten Teams der Staffel.

Was diese Erfahrung wert ist, war am vergangenen Sonntag in Billstedt zu bewundern. Obwohl die Hausherren lange mit 1:0 vorn lagen, entführte Hamm am Ende mit einem 2:1-Sieg die Punkte, weil der Ex-Curslacker Jan Landau einen tollen Heber versenkte und United-Kapitän Stephan Rahn drei Minuten vor Schluss eine Ecke so gekonnt aufs Tor zog, dass sich Vorwärts-Keeper Fabian Haupt den Ball panisch selbst in die Maschen haute. „Das ist kein Zufall“, kennt Nikolic die brutale Effizienz des Spitzenreiters. Schließlich wurden die Lohbrügger im Hinspiel selbst Opfer davon. Damals fand vier Minuten vor Schluss das vermeintliche VfL-Führungstor durch Pascal Bäker wegen angeblicher Abseitsstellung keine Anerkennung. Hamm konterte kühl, traf im direkten Gegenzug und gewann noch 2:0.

Dieses Mal will sich der VfL geschickter anstellen. Gespielt wird trotz des Wetters voraussichtlich auf Naturrasen im Hammer-Park-Stadion. „Die Drainage ist neu. Die zieht eine Menge weg“, betont Platzwart Detlef Meyer. Sollte es trotzdem nicht gehen, wäre alternativ ein kurzfristiger Wechsel auf den Kunstrasen an der Snitgerreihe denkbar.

Bramfeld - Ohe: Reißt die Serie des BSV?

Als einziges Team der Landesliga ist Bramfeld zu Hause noch ungeschlagen. Reißt diese Serie nun gegen Voran Ohe? Die Elf von Trainer Rainer Seibert ist das zweitbeste Auswärtsteam der Staffel. „Na, damit gehe ich lieber nicht hausieren“, schmunzelt er, „nachher kriegen wir sechs Stück, und dann war’s das.“ Verzichten muss Seibert auf Verteidiger Fabian Stritzke (Fußverletzung), Justin Loesche und Phil Krieter (beide angeschlagen). Maxim Gassmann war krank und konnte nur einmal trainieren. Keine idealen Voraussetzungen, um an der Ellernreihe zu bestehen. „Aber wir haben keinen Druck. Der liegt bei Bramfeld“, betont Seibert. Schließlich geht es für die Oher um Ziele, die längst als abgehakt gelten. „Das Wort ,Aufstieg’ nimmt von den Spielern niemand in den Mund“, betont Seibert.

Kosova – SVNA: Drei Wochen Pause für Seibert

Pechvogel der Woche ist Rainer Seiberts Sohn Rene, der beim SVNA mit einer Leistenzerrung erneut drei Wochen ausfällt. Nettelnburgs Trainer Daniel Andrade verschwendet bei sechs Punkten Rückstand keinen Gedanken mehr an das Spitzenquartett. Vielmehr geht es bei Kosova um eine Revanche für die 1:2-Hinspielpleite: „Wir müssen endlich in die Gänge kommen.“