HANDBALL

TSV Schwarzenbek kooperiert mit Hahnheide

Machen ab dem Sommer gemeinsame Sache (v.l.): Torben Höhn (TSV Schwarzenbek), Rüdiger Albert (GHG Hahnheide), Jan Schmidtchen (TSV-Abteilungsleiter).

Machen ab dem Sommer gemeinsame Sache (v.l.): Torben Höhn (TSV Schwarzenbek), Rüdiger Albert (GHG Hahnheide), Jan Schmidtchen (TSV-Abteilungsleiter).

Foto: Henrik Bagdassarian / HA

Schwarzenbek. Alleine waren sie für die Zukunft nicht breit genug aufgestellt. Jetzt gründen die beiden Klubs eine Spielgemeinschaft.

Schwarzenbek.  Als die Handballer des TSV Schwarzenbek eine Hochrechnung für die kommenden drei Jahre aufstellten, kam ein ernüchterndes Ergebnis heraus. „Weder Fisch noch Fleisch“, sagt der 2. Abteilungsleiter Torben Höhn. Acht bis zwölf Spieler pro Team sind auf Dauer gesehen einfach zu wenig. Daher bilden die aktuell rund 230 Schwarzenbeker Handballer ab der kommenden Saison eine Spielgemeinschaft mit der GHG Hahnheide (150 Mitglieder).

Dahinter verbirgt sich bereits ein Zusammenschluss des TSV Trittau und des TSV Lütjensee. GHG steht für „Große Handball Gemeinschaft“, die Hahnheide ist das nahe gelegene Waldgebiet.

Ein möglicher Name der Kooperation: HSG 404

Bereits seit zwei Jahren gibt es eine Zusammenarbeit zwischen den Schwarzenbekern und der GHG Hahnheide im weiblichen Jugendbereich, bei der Nachwuchshandballerinnen mit einem Gastspielrecht ausgestattet werden. „Das läuft sehr harmonisch und wird jetzt ausgeweitet“, sagt Torben Höhn.

Über den Namen der neuen Handballspielgemeinschaft (HSG) haben sich die Verantwortlichen noch nicht abschließend geeinigt. Die wahrscheinlichste Variante: HSG 404. „Wir wollten kein ganzes Alphabet mit den Anfangsbuchstaben der Orte auf dem Rücken. Und die Bundesstraße 404 ist das, was uns verbindet“, erläutert Höhn. Ab der C-Jugend aufwärts soll zudem abwechselnd einmal pro Woche in Schwarzenbek und einmal in Trittau oder Lütjensee trainiert werden.

Rüdiger Albert, der 2. GHG-Vorsitzende erklärte im Hamburger Abendblatt: „Wir wollen langfristig gewährleisten, dass unsere Mannschaften – quer durch alle Altersklassen – im Spielbetrieb konkurrenzfähig bleiben.“ Künftig können durch den Zusammenschluss wohl acht Jugendteams und vier oder fünf Mannschaften im Erwachsenenbereich gemeldet werden.

Die 1. Herren des TSV Schwarzenbek haben nach dem 34:30-Erfolg gegen die SG Boostedt/Großenaspe überraschende Punkte im Abstiegskampf der Regionsliga gesammelt. Sieben ihrer insgesamt neun Zähler holten die Europastädter in diesem Jahr und dürfen damit wieder auf den Klassenerhalt hoffen. Die 1. Herren der GHG Hahnheide spielen eine Klasse tiefer in der Kreisliga.

Besonders gut sind die Aussichten im Damenbereich, wo Höhn aus zwei Regionsliga-Mannschaften ein Team formen möchte, das um den Aufstieg in die Landesliga mitspielt. Aktuell ist der von Höhn trainierte TSV Vierter und Hahnheide Fünfter.

Drei Ex-Geesthachterinnen wechseln nach Schwarzenbek

Erst einmal nur bis zum Saisonende haben sich die TSV-Frauen mit einem Trio des VfL Geesthacht verstärkt, das nach der geplatzten Zusammenarbeit zwischen Lauenburg und Geesthacht vereinslos war. Beim 44:21-Kantersieg gegen die HSG Kalkberg lief dabei Sabrina Peuker mit 14 Toren zur Hochform auf. Ina Dehms und Janine Wiebracht, die beiden anderen Ex-Geesthachterinnen, kamen jeweils auf vier Tore.