Hallenhockey

TTK Sachsenwald wegen „künstlicher Überzahl“ gefrustet

Seine sechs Treffer reichten dem TTK nicht zum Sieg: Finn Dabelstein.

Seine sechs Treffer reichten dem TTK nicht zum Sieg: Finn Dabelstein.

Foto: Thomas Rokos / Thomas Rokos / BGZ

Wohltorf. Nach der Niederlage in Hannover sind die Aufstiegschancen der Wohltorfer auf ein Minimum gesunken.

Wohltorf. Die Partie beim DHC Hannover hatte Trainer Lutz Reiher zum vorgezogenen Endspiel im Aufstiegskampf der 2. Hallenhockey-Bundesliga für sein Team deklariert. Entsprechend fokussiert gingen die Spieler des TTK Sachsenwald zu Werke. Als die „Tontauben“ kurz vor der Halbzeit mit 4:0 führten, deutete alles darauf hin, dass das Fernduell mit Großflottbek weiter offen bleiben würde. „Wir hatten sie komplett im Griff“, betonte Reiher.

Dann aber „opferte“ der Deutsche Hockey Club seinen Torhüter zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers – und die Begegnung nahm eine völlig andere Wendung. „Das hat uns aus der Bahn geworfen“, stellte TTK-Coach Reiher fest. Gegen die „künstlichen Überzahl“, die die Niedersachsen mit einer kurzen Ausnahme bis zum Abpfiff beibehielten, fanden die Gäste überhaupt kein Mittel. Folge: Nach der 7:8-Niederlage sind die Aufstiegschancen des TTK auf ein Minimum gesunken. „Das ist riesige Sch. . .“, nahm Reiher kein Blatt vor den Mund.

Keinen Ausrutscher erlauben

Während Spitzenreiter Großflottbek aufgrund der viel besseren Tordifferenz von seinen drei ausstehenden Spielen nur noch eine Partie gewinnen darf, können sich die Wohltorfer in vier verbleibenden Begegnungen keinen Ausrutscher mehr erlauben.

Zunächst einmal muss der TTK aber ein taktisches Mittel gegen eine „künstliche Überzahl“ finden. „Das ist so eine Tendenz, dass es immer mehr Mannschaften machen. In den anderen Spielen haben wir diese Phase so irgendwie über die Runden gebracht. Gegen Hannover haben wir es nicht geschafft. Da trifft mich eine Mitschuld. Man konnte sehen, wie die Verunsicherung bei den Jungs immer größer wurde und unsere Felle davonschwammen“, sagte Reiher.

Nach der Halbzeitpause (4:1) schmolz der Vorsprung immer mehr zusammen und war beim 5:5 aufgebraucht. Der starke Finn Dabelstein, der für sechs der sieben „Tontauben“-Treffer verantwortlich war, sorgte zwar noch einmal kurz für eine Führung, doch eine erneute Wende brachte das nicht. Am Ende kassierte der TTK, für den auch Justus Utasch einmal getroffen hatte, mit 7:8 seine zweite Saisonpleite. Es war wohl eine zu viel.