Curslack.

SVCN verlängert mit Wulff

Trainer bleibt bis 2020 1:3-Niederlage gegen Buchholz

Curslack.  Erst rund 20 Minuten vor dem Anpfiff des Testspiels gegen den Oberliga-Rivalen TSV Buchholz 08 betraten die Fußballer des SV Curslack-Neuengamme ihren Sportplatz am Gramkowweg, um sich warmzumachen. Eine solch kurze Vorbereitungszeit ist selbst für einen Testkick außergewöhnlich. Doch nicht die sportlich geringe Relevanz der Partie oder das ungemütliche Wetter hatten die Vierländer in der Kabine gehalten. Sie wurden im Umkleideraum von den Klubverantwortlichen darüber unterrichtet, dass der Vertrag mit Coach Matthias Wulff um ein Jahr verlängert wurde. „Ich bin mir sicher, dass der Weg, den wir eingeschlagen haben, der richtige ist“, sagte Manager Oliver Schubert.

Etliche Gespräche mit dem 36 Jahre alten Trainer waren der Einigung über die Fortsetzung der Zusammenarbeit vorausgegangen. „Ich hatte arge Bedenken, dass er weitermacht, da er bald das zweite Mal Vater wird“, gestand Schubert. Stichtag für die Geburt seines zweiten Kindes ist im Juli, sodass Wulff genau überlegen musste, ob er Familie, Arbeit und Fußball auch in der kommenden Saison unter einen Hut bekommen könne.

Co-Trainer Wyrwinski hört auf

Erschwerend kam für ihn bei der Entscheidungsfindung dazu, dass in Marco Wyrwinski einer seiner beiden Co-Trainer ab sofort aus beruflichen Gründen aufhören muss. Der 33-Jährige gab gegen Buchholz seinen Ausstand.

Ein Ersatz für den „Langen“ wurde nun in Ingo Carstensen verpflichtet. Der frühere Zweite-Herren-Coach des SVCN ist ab dem 1. Juli Mitglied des Trainer-Teams, zu dem weiter auch Daniel Grosse gehören wird. Dessen Zusage war ein wichtiges Mosaiksteinchen für Wulffs Entscheidung, weiterzumachen. „Wir freuen uns, dass wir mit Ingo zum Sommer einen weiteren Co-Trainer mit Curslack-DNA für unseren Weg gewinnen konnten“, erklärte Wulff. Dieser Weg, so ist dem früheren Libero klar, wird in der Restrunde ein schwerer sein. „Nun liegt der Schwerpunkt auf der aktuellen Saison. Unser Ziel ist es, den Abstand nach unten zu vergrößern und parallel die nächsten Entwicklungsschritte als Team zu gehen“, sagte der 36-Jährige.

Dass die Vereinsführung dem Nachfolger von Langzeit-Coach Torsten Henke dieses zutraut, ist nicht selbstverständlich. Gerade einmal fünf Punkte trennen die Vierländer von einem Abstiegsplatz. Die nackten Zahlen waren also kein Argument, jetzt bereits zu verlängern. „Wir haben schon im Dezember mit ihm und Hartmut Helmke (Vereinspräsident, die Red.) die Lage analysiert und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass es nicht am Trainer lag. Uns sind einfach zu viele Spieler weggebrochen“, erklärte Schubert. Tatsächlich wurde der SVCN im bisherigen Saisonverlauf durch überraschende Abgänge (Jan Landau und Adrian Sousa) sowie etliche Verletzungen erheblich geschwächt. Hoffnung auf eine erfolgreichere Restserie macht insbesondere Stürmer Marco Schubring. Der nun spielberechtigte Neuzugang vom SV Eichede war bei der 1:3-Pleite gegen Buchholz nicht nur wegen seines Tores zum 1:0 ein Lichtblick. „Von ihm erhoffen wir uns viel“, sagte Schubert.