Oststeinbek.

Traumtor von Adrian Voigt

4. E-Werk-Sachsenwald-Cup Gastgeber Oststeinbeker SV siegt – Enttäuschende Zuschauerresonanz

Oststeinbek.  Alexander Kaya war entzückt. „Ihr könnt nach Hause gehen, mehr geht nicht – was für ein Tor“, forderte der Co-Trainer des Oststeinbeker SV die Zuschauer beim 4. E-Werk-Sachsenwald-Cup auf, nachdem Adrian Voigt per Seitfallzieher den 3:0-Endstand für den gastgebenden OSV im Semifinale gegen die TSV Reinbek erzielt hatte. Kaya, der an diesem Tag als Hallensprecher fungierte, hatte die Rechnung aber ohne „Adi“ gemacht, wie der hochveranlagte Angreifer des Fußball-Bezirksligisten gerufen wird. Denn der 25-Jährige hatte sich eine weitere, ähnlich formidable Aktion noch für das Endspiel gegen den MSV Hamburg aufgehoben. Zwölf Sekunden vor Ultimo ließ der frühere Dassendorfer zwei Gegenspieler wie Slalomstangen stehen, zog wuchtig ab und traf zum 3:2-Endstand.

Dass die 250 Euro Siegprämie wie im Vorjahr an die Stormarner gehen würde, hatte sich bereits in der Vorrunde angedeutet. Das Team von Coach Simon Gottschling setzte sich in der Gruppe A ungeschlagen vor den Ligarivalen Barsbütteler SV und SC Wentorf sowie dem „Team Klasnic“ durch. Letzteres war die große Enttäuschung der Veranstaltung. Zum einen, weil neben Namensgeber Ivan Klasnic (kickte wie angekündigt bei einem Turnier in Lingen) in Ex-HSV-Profi Ivica Olic (sagte kurzfristig ab) auch der zweite Star der Auswahlmannschaft fehlte. Zum anderen baute die Equipe um den früheren Oststeinbeker Sven Tepsic nach ordentlichem Start kontinuierlich ab und verpasste den Sprung in die Vorschlussrunde. Der Barsbütteler SV qualifizierte sich als Zweiter für das Halbfinale.

In der Parallelgruppe war der MSV das Maß aller Dinge. Zunächst schien es so, als sollte Kreisligist HT 16 neben den Mümmelmannsbergern weiterkommen. Doch in ihrem letzten Gruppenspiel unterlag die Mannschaft um den Ex-Dassendorfer Fatih Gürel Reinbek überraschend mit 1:2. Die TSV stand somit unter den letzten vier. Vorwärts Ost und der TuS Aumühle-Wohltorf hatten mit der Vergabe der ersten beiden Plätze nichts zu tun. Dass beide Teams bereits vor den Platzierungsspielen das Weite suchten, hinterließ bei OSV-Teambetreuter und Cup-Mitorganisator Michael Baaß einen faden Beigeschmack: „Es war lange angekündigt und stand auch auf dem Turnierplan, dass es diese Spiele gibt.“ Er gab unumwunden zu, mit dem Teilnehmerfeld nur bedingt glücklich zu sein. „Ich hätte gerne auch andere Mannschaften eingeladen – aber du kriegst ja einfach nichts“, sagte Baaß. Unter anderem hatten der VfL Lohbrügge, Hamm United und einige angeschriebene Oberligisten abgesagt.

Das Zuschauerinteresse war dementsprechend vergleichsweise gering. „Damit kann ich nicht zufrieden sein, 100 mehr hätten es sein können“, ärgerte sich Oststeinbeks Coach Simon Gottschling. Mit dem Auftritt seines Teams war der Trainer indes einverstanden. Allerdings wurde den Gastgebern im Endspiel vom starken MSV, der im Semifinale Barsbüttel 3:1 schlug, alles abverlangt. Die Mümmelmannsberger führten mit 1:0 und 2:1, mussten sich letztlich aber der cleversten und fußballerisch reifsten Mannschaft ebenfalls geschlagen geben. Dave Fehlandt und Miguel Gimeno Hinrichs glichen für den Oststeinbeker SV jeweils aus, bevor Voigt per Solo zum 3:2 für die Entscheidung sorgte.