Bergedorf.

Die Cheerleaderinnen sind wieder obenauf

Sportler des Jahres wurden bei der TSG Bergedorf geehrt

Bergedorf.  Im Beisein von Werder-Bremen-Legende Willi Lemke ehrte die TSG Bergedorf auf ihrem traditionellen Neujahrsempfang gestern Abend ihre „Sportler des Jahres“. Dabei ging es so spannend zu wie sonst nur bei den legendären Bremer Europacup-Wundern.

Mannschaft des Jahres

Vor allem beim Wettbewerb der Mannschaften. 2016 hatten noch die Cheerleaderinnen der „HSC Teenstars“ gewonnen. Gegen die Mischung aus Schönheit und spektakulärer Akrobatik ist bei solchen Wahlen für die Teams aus anderen Sportarten naturgemäß nur schwer anzukommen. Den TSG-Basketballern gelang es trotzdem. Mit ihrem Aufstieg in die 1. Regionalliga setzten sie 2017 das sportliche Highlight und entschieden dann auch die Wahl zur „Mannschaft des Jahres“ für sich. Doch die Antwort der Cheerleading-Abteilung ließ nicht lange auf sich warten: Gestern wurden Nele Jacobsen, Sylvia Konopko, Sophie Stender und Georgia Wachowski als „TSG-Mannschaft des Jahres 2018“ geehrt. Sie setzten sich gegen die TSG-Basketballer (Hamburger Pokalsieger) und das Inline-Skaterhockeyteam der TSG-Lizards (Aufstieg in die 2. Bundesliga) durch.

Mit der Nationalmannschaft hatte das Quartett bei den Weltmeisterschaften in Orlando (Florida) den Titel in der Kategorie „Cheerleading All Girl Elite“ gewonnen. Wenn Sie sich ein Bild davon machen wollen, wie furios die jungen Damen dabei auftraten, dann schauen Sie sich auf YouTube doch mal unter dem Suchbegriff „Cheerleading All Girl Elite Team Germany Orlando 2018“ die Finalkür an. Sie finden die vier Bergedorferinnen im 23-köpfigen deutschen Team bei der ersten Hebefigur ganz links (vom Betrachter aus).

Sportlerin des Jahres

Ein kleines Kuriosum ergab sich bei der Wahl zur „TSG-Sportlerin des Jahres“. Denn die Siegerin Eva Günther-Gräff ist mittlerweile gar keine Bergedorferin mehr. Die Power-Frau wechselte als Richterin ans Bundesarbeitsgericht in Erfurt. Als Leichtathletin erlebte Günther-Gräff ein goldenes Jahr. Die dominierende Sprinterin in der Altersklasse W50 holte bei den deutschen Senioren-Meisterschaften in der Halle und draußen insgesamt fünf Goldmedaillen auf den Strecken zwischen 60 und 400 Metern. Sie setzte sich bei der Wahl gegen die Fechterin Friederike Janshen (Vize-Weltmeisterin Ü50) und die Judo-Kämpferin Christin Harms (deutsche Meisterin und WM-Fünfte Ü30) durch.

Sportler des Jahres

Keine Überraschung war die Wahl zum „TSG-Sportler des Jahres“. Triathlon-Ass Paul Siemers wiederholte seinen Erfolg vom Vorjahr und setzte sich gegen das Leichtathletik-Talent Ole Grot (Sieger des „Zehntel-Laufs“ beim Hamburg Marathon) und Klaus Rosenkranz (Norddeutscher Badminton-Meister der Senioren) durch. Siemers wurde nach seiner Hawaii-Qualifikation 2017 nun Zweiter beim Ironman 70.3 in Langkawi (Malaysia) und qualifizierte sich für die WM. Ein Ironman 70.3 ist ein halber Ironman, dessen Einzelstrecken sich auf 70,3 statt 140,6 Meilen addieren.