Bergedorf.

Stell’ Dir vor es ist Trikot-Tag . . .

Handball-WM  . . . und keiner macht mit

Bergedorf.  Den 10. Januar hat der Deutsche Handball-Bund erstmals zum bundesweiten Trikot-Tag erkoren. Mitglieder und Fans aller Vereine, sind dazu aufgerufen, sich in der Schule oder dem Büro im Jersey ihres Klubs zu präsentieren. Der Donnerstag ist natürlich bewusst gewählt für diese Werbeaktion: An diesem Tag beginnt die Handball-Weltmeisterschaft, die erstmals in Deutschland und Dänemark ausgetragen wird. Dumm nur, dass die meisten Vereine im Verbreitungsgebiet von dieser Aktion nichts gehört haben. Auch die Landesverbände gehen ganz unterschiedlich mit diesem Tag um. Während sich auf der Seite des Schleswig-Holsteinischen Handball-Verbandes kein Hinweis findet, wirbt das Hamburger Pendant auf seiner Internetpräsenz für den Trikot-Tag. Der Verband hat die Klubs in der Hansestadt sogar in einem Infobrief vor Weihnachten informiert.

Tobias Münster weiß immerhin, dass einige D-Jugendliche der TSG Bergedorf mitmachen wollen. Was das DHB-Team bei der WM angeht, ist der Abteilungsleiter äußerst optimistisch. „Ich habe mir das letzte Vorbereitungsspiel in Kiel gegen Argentinien angeschaut und bin mir sicher: Deutschland wird Weltmeister.“ Im TSG Sportforum werden die Spiele der deutschen Mannschaft gezeigt.

Gunnar Weber weiß zwar nichts von einem Trikot-Tag, beim Spiel in Kiel war aber auch der Coach der Oberliga-Frauen der SG Bergedorf/VM. „Wenn wir im Angriff noch durchschlagskräftiger werden, kommen wir ins Halbfinale. Der Heimvorteil ist natürlich nicht zu vernachlässigen“, sagt der BVM-Trainer.

Das sieht auch Arne Bahde so. „Der Heimvorteil wird dem DHB-Team den einen oder anderen Punkt bringen“, weiß der Teammanager der 1. Damen der Lauenburger SV. Vom Trikot-Tag hatte er allerdings noch nie gehört.

Auch der TuS Aumühle-Wohltorf hat dazu nichts geplant. „Wenn, dann geht das von den Trainern aus“, sagt Olaf Korth, Abteilungsleiter der „Füchse“. Immerhin will der Verein aus dem Sachsenwald die Spiele der deutschen Mannschaft zeigen – offen ist noch, ob in der Halle Ernst-Anton-Straße oder im Sportjugendheim.

Einen eigenen Weg geht die SG Glinde/Reinbek. Die lädt für Sonnabend zu einem Tag der offenen Tür ein. Ab 14 Uhr wird ein Training für Sechs- bis Achtjährige angeboten, von 15 bis 16 Uhr dürfen sich Neun- und Zehnjährige in der Reinbeker Halle an der Theodor-Storm-Straße ausprobieren. Zwölfjährige sind ab 16 Uhr an der Reihe. Anschließend kann sich der künftige Handball-Nachwuchs anschauen, wie es die Profis machen. Ab 18.15 Uhr gibt es in der Uwe-Plog-Halle das zweite Vorrundenspiel der Deutschen gegen Brasilien auf einer Großbildleinwand zu sehen. Auch Mona Kutscha, Jugendtrainerin und Vorstandsmitglied ist zuversichtlich: „Wir werden Weltmeister.“