Weniger Interesse

Futsal bei der Jugend auf dem Rückmarsch

Nettelnburg.  Gerald Grassé spricht von einem „heißen Thema, das wir gerade erst am Montag auf unserer Jugendsitzung intensiv besprochen haben“. Weil die Teilnehmerzahlen an den Futsal-Meisterschaften bei den A- bis C-Junioren massiv eingebrochen sind, soll es zur Saison 2019/20 Konsequenzen geben.

Statt wie bisher in Turnierform mit mehreren Ganztagesveranstaltungen sollen für Vereine freiwillige Hallenrunde im Ligabetrieb mit einzelnen Spieltagen ausgetragen werden. „Die Gespräche laufen, noch können wir das nicht final bewerten oder voraussagen, ob wir mit unseren Jugendteams teilnehmen können“, sagt Grassé. Eine Ligarunde müsste mit der Freiluftsaison koordinierbar bleiben.

In dieser Spielzeit sind bei den A-Junioren in Hamburg nur noch neun Teams gemeldet, darunter gleich zwei Mannschaften des SVNA und von Concordia. Lediglich sieben Vereine zeigten also überhaupt Interesse. In der Saison 2016/17 waren es noch 38 Teams, in der vergangenen Serie nur noch 16. Bei den B-Junioren reduzierte sich das Feld innerhalb einer Spielzeit von 36 auf 23, bei den C-Junioren von 55 auf 25 Mannschaften.

Eine Erklärung ist, dass die erste Hallenrunde bereits in den Herbstferien im Oktober 2018 gespielt wurde. „Da haben viele Vereine befürchtet, keine Mannschaft vollzukriegen“, sagt HFV-Sprecher Carsten Byernetzki. Zudem könne in den milden Wintern auf immer mehr Kunstrasenplätzen ganzjährig draußen trainiert werden, ergänzt Jörg Osowski, langjähriger Landestrainer im HFV. Er wolle sich mit den Vereinen zusammensetzen, zumal Hamburg vom DFB als U19-Bundesstützpunkt auserkoren wurde.

Die A-Junioren des SVNA wollen sich an diesem Sonntag (11 Uhr, Jenfelder Allee) für das Final Four (20. Januar) qualifizieren, das die B-Junioren bereits erreicht haben.