Bergedorf.

Ohne Meisterschaften nicht viel los

Bergedorfer Crosslauf  Die 54. Auflage leidet unter großem Teilnehmerrückgang

Bergedorf.  Wann immer sich in diesem Jahrtausend Läufer beim Cross im Bergedorfer Gehölz auf die Strecke begeben haben, es ging immer auch um Hamburger Meisterschaftsehren. Doch mit dem Süderelbe-Cross ist dem Traditionswettbewerb der TSG Bergedorf im vergangenen Jahr erstmals „Konkurrenz“ in der Hansestadt erwachsen. Da sich der Gastgeber, die Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft, für 2019 um die Austragung der Titelkämpfe bewarb und den Zuschlag bekam, haben die Bergedorfer das Nachsehen. „Das hat uns eine Menge Teilnehmer gekostet“, ist sich Frieder Nölting vom Organisationsteam sicher.

Stand gestern Nachmittag gehen bei der 54. Auflage am Sonntag 182 Läufer quer durch alle Altersklassen an den Start auf der Rodelbahn am Doktorberg. Das würde gegenüber 2017 einen Rückgang von rund 40 Prozent bedeuten. Im abgelaufenen Jahr waren wegen der Hamburger Polizeimeisterschaften rekordverdächtige 420 Teilnehmer dabei.

Los geht’s um 10.30 Uhr mit der Mittelstrecke über 3100 Meter. Prominentester Teilnehmer über die 3100 Meter ist Ingo Schultz, der frühere Vizeweltmeister über 400 Meter und Ehrenmitglied der TSG. Anschließend, um 10.50 Uhr, steht der erste Schülerwettbewerb auf dem Programm. Höhepunkt dürfte wie in den vergangenen Jahren das Bernd Looft Memorial Race über 10.200 Meter sein. Der Startschuss erfolgt um 11.35 Uhr. 44 Läufer haben hierfür gemeldet – darunter Ironman Paul Siemers von der TSG und Volker Goineau (LG Braunschweig), der mehrfach Zweiter im Gehölz wurde. Beim Lady-Cross (5980 Meter, 13.35 Uhr) will Jana Sussmann, EM-Teilnehmerin über 3000 Meter Hindernis, zeigen, was sie drauf hat.

Wenn es auch nicht um Meisterehren geht, so doch immerhin um Bares. Den Siegern der Langstrecken bei Männern und Frauen winken 300 Euro, für die Folgeplätze gibt es 200 und 100 Euro. Die ersten drei bei den Jugendlichen erhalten Warengutscheine. Wer jetzt Lust bekommen hat, mitzulaufen: Nachmeldungen sind noch bis Sonntag vor Ort möglich.