FUSSBALL

Aufstiegsträume beim VfL Lohbrügge

Kapitän und Lenker des VfL Lohbrügge: Anto Zivkovic

Kapitän und Lenker des VfL Lohbrügge: Anto Zivkovic

Foto: Hanno Bode / BGZ/Hanno Bode

Lohbrügge. Der Tabellendritte hat die Schwächen in der Defensive ausgemerzt. Spieler sprechen von der Oberliga.

In der Landesliga überwintern sie auf dem dritten Platz und im Oddset-Pokal stehen sie im Viertelfinale: Die Fußballer des VfL Lohbrügge können auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurückblicken. Vor allem in der zweiten Jahreshälfte lief es prächtig. Nach dem achten Platz in der vergangenen Saison und dem Trainerwechsel von Mato Mitrovic (jetzt Sportlicher Leiter) zum gleichberechtigten Trainerduo Sven Schneppel und Elvis Nikolic ist am Binnenfeldredder vieles anders.

Drittbeste Abwehrreihe

Zuvor war der VfL zwar für eine starke Offensive bekannt, aber auch für eine nachlässige Defensivarbeit. Waren es am Ende der Spielzeit 2017/18 noch 65 Gegentore nach 30 Partien, sind es aktuell nach 19 Begegnungen erst 22. Damit stellen die Lohbrügger die drittbeste Abwehr. Das liegt vor allem an der neu gewonnenen Stabilität um Abwehrchef Adam Hamdan, der den Laden zusammenhält.

Doch auch das Toreschießen ist unter der neuen Leitung nicht verboten. Nur vier Teams haben mehr Treffer als der VfL (45) erzielt. Daran hat vor allem Agit Aydin mit 13 Toren seinen Anteil. Nur Bramfelds Milos Ljubisavlevic (14) hat mehr. In Summe reicht das zum dritten Tabellenplatz. Sieben Punkte Rückstand sind es zu Spitzenreiter Hamm United, vier zum Zweiten Bramfeld.

„Es ist alles machbar. Wir sind heiß auf den Aufstieg. Jeder kann bei uns Fußballspielen. Mit dieser Mannschaft musst du aufsteigen“, betonte Aydin nach dem 4:0-Sieg im letzten Punktspiel Anfang Dezember gegen Elazig Spor.

Dass sich die Schützlinge von Schneppel und Nikolic mit dem Thema Aufstieg beschäftigen, ist den Trainern nicht verborgen geblieben. „Das ist vielleicht etwas euphorisch formuliert. Ich bin etwas vorsichtiger. Wir sind mit dem dritten Platz sehr zufrieden. Die beiden Mannschaften, die vor uns stehen, haben ein Stück konstanter gearbeitet und waren zielstrebiger. Nüchtern betrachtet sind wir auf Tuchfühlung zu den oberen Plätzen und wollen uns jedenfalls nicht verschlechtern“, sagt Coach Sven Schneppel.

Zivkovic, der Motor des Teams

Dass die Lohbrügger überhaupt von der Oberliga träumen dürfen, haben sie unter anderem ihrem Kapitän zu verdanken. Anto Zivkovic ist der Motor des Teams. Der 30-jährige ist Dreh- und Angelpunkt der Mannschaft und sorgt mit seinen fußballerischen Fähigkeiten für das ein oder andere Zungeschnalzen bei den Zuschauern.

Und Zivkovic jedenfalls will sich mit dem dritten Platz nicht zufrieden geben. „Ich möchte mit dem VfL Lohbrügge gern in der Oberliga spielen“, betont die Nummer Zehn, der mit Blick auf die aktuelle Saison beinahe ins Schwärmen gerät. „Momentan haben wir eine richtig gute Mannschaft mit vielen guten Jungs. Die Atmosphäre in der Kabine ist super und daher ist es auch normal, dass wir gute Ergebnisse liefern“, betont Zivkovic. Und wer weiß, vielleicht fällt die Rückbetrachtung des Fußballjahres 2019 am Binnenfeldredder ja noch besser aus?