Reinbek.

„Same procedure as last year“

E-Werk-Cup Gleicher Spielplan, gleicher Sieger: Oststeinbek triumphiert, Gastgeber Reinbek sorgt für Furore

Reinbek. Die Anspannung und Vorfreude war zu spüren. Im letzten Gruppenspiel der Gruppe A des traditionellen E-Werk-Cups traf die gastgebende TSV Reinbek auf den Ortsnachbarn und Landesligisten FC Voran Ohe. Normalerweise ein klares Ding. Doch bereits vor dem „Derby“ hatte der Gastgeber drei Punkte mehr als die Oher auf dem Konto. So reichte dem Team von Trainer Rüdiger Neuhaus ein Punkt fürs Halbfinale, der FC Voran hingegen benötigte unbedingt einen Sieg, um ein misslungenes Turnier zu retten.

Als Schiedsrichter Jarno Wienefeld (VfL Lohbrügge) die Partie vor 193 Zuschauern in der gut besuchten Uwe-Plog-Halle an der Theodor-Storm-Straße anpfiff, war die Stimmung auf dem Höhepunkt. Vor allem die zweite Herren der TSV Reinbek unterstützte ihre Mannschaft mit lautstarken Gesängen. Und als der Gastgeber nach 14 Minuten durch zwei Tore von Markus Feininger und einem Treffer von Ahmed Alkhalil mit 3:0 führte, bebte die Halle. „Ist das peinlich für Ohe“, war mehrmals zu hören. In der Schlussminute erhöhte Mika Dittler sogar auf 4:0, ehe Jens Schenkenberg zum 1:4-Endstand traf. „Reinbek schlägt Ohe mit 4:1 und steht damit im Halbfinale des Fußball-Hallenturniers“, ließ Tobias Mohr von der Turnierleitung die Zuschauer erneut ausrasten.

Reinbek im Halbfinale – Geht der Wahnsinn weiter?

Es waren dieselben Teilnehmer wie im Vorjahr, und es wurde sogar nach dem exakt gleich Spielplan gekickt. „Same procedure as last year“, könnte man also mit Freddie Frinton („Dinner for one“) sagen. Doch würde der Wahnsinn für die Gastgeber, die 2017 noch in der Vorrunde ausgeschieden waren, weitergehen? Nun also Halbfinale. In diesem traf die TSV auf den SV Nettelnburg/Allermöhe, der nach einigen Sekunden durch Dustin Siegmund in Führung ging. Doch die Reinbeker hielten gut mit und hatten beste Chancen zum Ausgleich. Doch am Ende verlor der Kreisligist durch zwei späte Treffer von Ali Schewa und Edon Durguti mit 0:3.

Im ersten Halbfinale hatte sich zuvor Titelverteidiger Oststeinbeker SV sehr deutlich mit 7:1 gegen den SV Börnsen durchgesetzt, der dann das Spiel um Platz drei gegen Reinbek mit 4:2 für sich entscheiden konnte. Doch das konnte die Freude bei den Gastgebern, die mit Kiell Kudszus auch den besten Torwart des Turniers stellten, über die eigene Leistung nicht schmälern. „Wir haben uns hier wacker gegen die höherklassigen Truppen geschlagen, und mit Platz vier bin ich völlig zufrieden. Als Fazit kann ich sagen: 2018 haken wir mit einem positiven Ergebnis ab“, bilanzierte Coach Neuhaus.

Zufriedenheit herrschte auch beim Oststeinbeker SV, der wie 2017 im Finale auf den SVNA traf und sich erneut durchsetzte. In einer ausgeglichenen Partie brachten Maximilian Grünberg und Adrian Voigt die Oststeinbeker mit 2:0 in Führung, bevor Edon Durguti kurz vor Schluss noch zum 1:2-Endstand verkürzte. „Wenn man sich den Turnierverlauf anschaut, ist es ein verdienter Sieg“, bilanzierte Oststeinbeks Verantwortlicher Michael Baaß. Mit Maximilian Kochsiek (neun Treffer) stellte der OSV auch den besten Torschützen des Turniers.