Reinbek.

„Meet and Greet“ beim E-Werk-Cup

44. Reinbeker Hallenturnier Oststeinbeker SV trumpft auf, Gastgeber TSV Reinbek überrascht

Reinbek. Da standen sie nun Arm in Arm und angelehnt an der Wand der Uwe-Plog-Halle. Ein breites Grinsen zierte die Gesichter von Slavec Rogowski, dem Trainer des Fußball-Bezirksligisten SC Wentorf, und Glindes Co-Trainer Kevin Karras. Entspannt verfolgten sie, wie beim 16. E-Werk-Cup, dem Fußball-Hallenturnier der TSV Reinbek, Titelverteidiger Oststeinbeker SV, der sich „in beiderseitigem Einvernehmen“ von Marcel Meyer getrennt hat, leicht und locker sein erstes Vorrundenspiel gegen den TuS Aumühle-Wohltorf mit 4:1 gewann. Danach waren ihre Teams dran. Bevor die Glinder Spieler jedoch auf ihre Seite gehen konnten, mussten sie an Rogowski und Karras vorbei, wo sie vom Wentorfer Übungsleiter sogleich mit frechen Sprüchen eingedeckt wurden.

Familiäre Atmosphäre

Diese Szene war symbolisch für das Turnier, das in diesem Jahr bereits zum 44. Mal ausgetragen wird und damit eines der traditionsreichsten im Heimatgebiet ist. Das zweitägige Event, das gestern Abend erst nach Redaktionsschluss zu Ende ging, kombiniert eine gut gelaunte Gemeinschaft, die sich untereinander kennt und bestens versteht, mit teils ansehnlichem Fußball. Als „Meet und Greet aller von E-Werk gesponserten Teams“ bezeichnet Jens Wischnewski, der von allen freundlich „Wischi“ genannt wird, das Turnier. Wischnewski, der den erkrankten Organisator Peter Nikolaus vertritt ist Referent des TSV-Vorstandes.

Zurück zu Rogowski und Karras. Während der Wentorfer Coach vor dem Spiel durch Wortwitz überzeugte und seine Mitmenschen durch seine fröhliche Art ansteckte, verging ihm während der Partie dann ziemlich schnell das Lachen. Bereits nach sieben von 15 Spielminuten stand es 3:0 für den TSV Glinde, der schließlich mit 4:0 gewann. Ein lautes und lang gezogenes „Maaaaaann!“ halte es durch die mit 191 Zuschauern bestens gefüllte Sporthalle. „Dass wir nicht gut spielen werden, wusste ich vorher, da wir andere Qualitäten haben als zu zaubern“, lamentierte Rogowski, „doch ich ärgere mich über die einfachen Fehler.“

Wentorf bleibt sich treu –wieder 0:4!

Nach der Partie verschwand der Übungsleiter frustriert aus dem Innenraum und kehrte erst zurück, als die nächste Vorrunden-Partie der Wentorfer gegen den SV Nettelnburg/Allermöhe anstand. „Na, habt ihr eure Beine rasiert?“, begrüßte Rogowski sein Team, ehe es auf das Hallenparkett ging. Doch diese kaum verhüllte Forderung nach mehr Tempo im Wentorfer Spiel blieb unerhört: Auch dieses Spiel verlor der SCW und blieb sich dabei treu: Schon wieder hieß es 0:4.

Damit waren natürlich alle Chancen aufs Weiterkommen dahin, doch Rogowski fand seine gute Laune schnell wieder. Sein Lachen war noch den ganzen Abend über zu hören. Es ist halt eine fröhliche Stimmung beim TSV-Turnier, das niemand zu verbissen sah. „Man kommt gerne hier nach Reinbek“, betonte auch Referee Martin Höck von der TuS Dassendorf, der zusammen mit Adrian Höhns am ersten Turniertag an der Pfeife war.

Unter den Schaulustigen fanden sich SVCN-Trainer Matthias Wulff und sein Co-Trainer Daniel Grosse zusammen mit Marco Theetz in „Tommy’s Clubhaus“ ebenso wie etwa der Dassendorfer „Co“ Mirko „Naddel“ Petersen oder Olcay Günay vom SCVM II. „Der E-Werk-Cup zieht einfach an“, bilanzierte ein zufriedener Wischnewski.