Beim grossen Titelfavoriten

Sensation in Langstadt: Schwarzenbek holt Remis

Schwarzenbek.  Zwischen den beiden Tischtennis-Drittligisten TSV Langstadt II und TSV Schwarzenbek liegen Welten. Zum einen geographisch: 550 Kilometer sind es von der Europastadt in den Süden von Hessen. Keine Auswärtsfahrt in der 3. Bundesliga ist für Schwarzenbek weiter. Zum anderen in sportlicher Hinsicht: Während die Gäste in der 3. Liga lediglich eine gute Rolle spielen wollen, wurde das Team aus Langstadt im vergangenen Jahr in fast identischer Besetzung Zweitliga-Meister.

Nach dem Aufstieg in die 1. Liga wechselten alle Spielerinnen mit einer Ausnahme in eigene „zweite“ Mannschaft, die daher eine Klasse tiefer der große Titelfavorit ist. Entsprechend euphorisch reagierte Mannschaftsführer Oliver Zummach auf das 5:5-Unentschieden. „Das ist eine große Sensation. Schön, dass die lange Reise nicht umsonst war“, jubelte der Schwarzenbeker.

Zumal der TSV nach dem jüngsten 0:6 beim Zweiten Füchse Berlin mit geringen Erwartungen angetreten war. Ihre etatmäßige Nummer eins und einzige Legionärin Kateryna Kiziuk hatten sie gleich ganz zu Hause gelassen. Doch dann wuchsen die vier Eigengewächse Karina Pankunin, Sejla Fazlic, Michelle Weber und Ariane Liedmeier, die den entscheidenden fünften Punkt machte, über sich hinaus.

Das Remis war eine echte Teamleistung. Jede Schwarzenbekerin gewann ein Einzel, sowie Pankunin und Fazlic gemeinsam im Doppel. Fast wäre sogar noch mehr drin gewesen. Denn Fazlic und Pankunin unterlagen im Einzel Langstadts Spitzenspielerin Anne Bundesmann erst nach fünf umkämpften Sätzen. Manchmal ist die Welt eben doch kleiner, als man denkt.