Kreisliga-Kolumne

SV Börnsen II siegt im Abstiegsgipfel

Erstes Spiel, erster Sieg: Christian Somann, der neue Trainer des SV Börnsen II.

Erstes Spiel, erster Sieg: Christian Somann, der neue Trainer des SV Börnsen II.

Foto: Hanno Bode / BGZ/Hanno Bode

Der neue SVB-Coach Christian Somann feiert einen gelungenen Einstand. Der FSV Geesthacht muss hingegen auf einen Stürmer verzichten.

Nervenaufreibend: Einen Einstand nach Maß feierte Christian Somann. Der bisherige Co-Trainer des Fußball-Kreisligisten SV Börnsen II löste in der vergangenen Woche Mario Friedrich ab, mit dem der Verein die Zusammenarbeit wegen Erfolglosigkeit beendet hatte. Unter der Ägide von Somann fuhr die Mannschaft nun gegen Tabellenschlusslicht FC Lauenburg den dritten Saisonsieg ein. „Das war nervenaufreibend, hat aber tierisch Spaß gemacht“, sagte der 32-Jährige nach dem 4:0-Sieg. „Die Jungs haben toll mitgezogen.“

Stürmerabgang: Nach dem 0:3 gegen den TSV Glinde II in der Vorwoche hatte der FSV Geesthacht etwas gut zu machen. Und das tat die Mannschaft von Trainer Idris Gümüsdere gegen Wentorf II eindrucksvoll. Schon nach 21 Minuten führte der FSV mit 3:0 – Endstand 6:3. Ein besonderes Lob zollte Coach Gümüsdere Doppeltorschütze Dursun Yurtoglu: „Der spielt die beste Saison seiner Karriere.“ Der FSV-Stürmer hat bereits elf Mal getroffen. Verzichten müssen die Geesthachter auf ein anderen Angreifer. Marco Bugla hat den Verein verlassen und läuft nach der Winterpause für den ASV Bergedorf 85 auf, wo er bereits mittrainiert.

Ohne Training erfolgreich: „Wer trainiert, verliert“ hatten wir vor zwei Wochen in dieser Kolumne über den SV Hamwarde getitelt. Hintergrund: Coach Erdinc „Schoko“ Özer verzichtete lieber auf Training aus Angst, dass sich beim personell arg gebeutelten Team weitere Spieler verletzen könnten. Seitdem gab es eine einzige Einheit. Und bei der sprang bei Niklas Hintz die Kniescheibe heraus. Das Punktekonto der Hamwarder wächst dennoch weiter an. In einer schwachen Partie besiegte der Siebte den TuS Aumühle-Wohltorf 2:1.

Einsame Spitze: 15 Siege, ein Remis, zwölf Mal zu Null gewonnen – der MSV Hamburg ist das Maß aller Dinge in der K3. „Momentan läuft es, wir sind aber keine Überflieger“, sagt MSV-Trainer Markus Puder nach dem 2:0 bei der TSG Bergedorf. Eigentlich wollte der Vorjahresdritte und souveräne Spitzenreiter in diesem Jahr in Sachen Aufstieg ja auf Nummer sicher gehen. Puder ist sich bereits mit vier Spielern einig, die nach seinen Angaben alle „höher als Bezirksliga“ spielen und bereits im Winter kommen sollten. „Aktuell überlegen wir aber, dass sie erst im Sommer kommen, damit wir nicht so viel Unruhe reinbringen“, sagt Puder. Einzige Ausnahme: Sammy Güzel (ehemals Eichede), der ab Januar spielen soll.

Der „Cordi“-Schreck: „Willinghusen ist ein rotes Tuch für uns“, sagt Reiner Pump, Trainer von Concordia II. Auch im vierten Aufeinandertreffen der beiden Teams in den vergangenen beiden Jahren gab es keinen Sieg für die Wandsbeker, die mit einem 1:6 die höchste Pleite seit Bestehen des Teams kassierten. Zum Vergleich: Von allen 72 Punktspielen seit Sommer 2016 gewann „Cordi“ 62.

Zurück in die Normalität: Einen geruhsamen Abend verbrachte Christian Henkel während der Partie Altengamme II gegen Billstedt-Horn (2:0). Das war vor einer Woche ganz anders: Auf den Referee des VfL Lohbrügge wurde im Spiel der Vereinigung Tunesien gegen den Harburger SC (Kreisliga 1) eine regelrechte Hetzjagd veranstaltet. Henkel erhielt einen Faustschlag in den Nacken. Am Mittwoch steht nun die Verhandlung vor dem Sportgericht auf dem Programm. Christian Soltow, Vorsitzender der Hamburger Schiedsrichter (VSA), fordert gar den Ausschluss der Vereinigung Tunesien. In der Partie der Altengammer gegen „Bille-Horn“ hielt Torhüter Marco Fedgenhäuer im zweiten Abschnitt nicht nur einen Elfmeter, sondern mit weiteren starken Paraden den 2:0-Sieg fest.