Bramfeld.

In Überzahl das mögliche Unentschieden verspielt

VfL Lohbrügge Zu wenig Leidenschaft bei der 1:2-Niederlage im Spitzenspiel beim Bramfelder SV

Bramfeld. Als Bramfelds Lennard Bahn in der 71. Minute der Partie gegen den VfL Lohbrügge beim Stand von 1:1 nach einem Foulspiel an Tim Santelmann den Platz mit einer Gelb-Roten Karte vorzeitig verlassen musste, sprach alles für die Gäste. Doch es sollte anders kommen. Am Ende jubelten die Bramfelder über einen 2:1-Sieg und verteidigten damit ihre Tabellenführung in der Fußball-Landesliga.

In einer ereignisarmen und fehlerbehafteten ersten Halbzeit hatte Milos Ljubisavljevic kurz vor der Pause für die Bramfelder Führung gesorgt (40). Vom VfL war bis auf die ersten zehn ordentlichen Minuten nicht viel zu sehen gewesen. Als „leidenschaftslos“ bezeichnete Elvis Nikolic, der zusammen mit Sven Schneppel das Trainer-Duo bei den Lohbrüggern bildet, die Leistung seiner Mannschaft, „wir haben die erste Hälfte verpennt.“

Nach der Pause steigerte sich der VfL. Die Gäste waren vor 97 Zuschauern an der Ellernreihe nun sehr präsent. So kombinierte sich die Lohbrügger ansehnlich zum 1:1-Ausgleichstreffer. Der eingewechselte Oguzhan Gencel brachte den Ball zu Vedran Vidovic, der das Spielgerät per Hacke in den Lauf von Javad Gurbanian legte. Der Mittelfeldspieler zog aus vollem Lauf ab und traf zum umjubelten Ausgleich (50.). „Was für ein geiles Tor“, kommentierte die andere Hälfte des Lohbrügger Trainergespanns, Sven Schneppel.

Mit dem bereits erwähnten Platzverweis für die Hausherren lag das Momentum nun eigentlich beim VfL. Doch Bramfeld spielte trotz der Unterzahl weiter gut mit und wurde am Ende belohnt. Auf Vorlage von Ljubisavljevic traf Juro Julardzija per Direktabnahme den 2:1-Siegtreffer (78.). Bitter für Lohbrügge: Zwei Minuten zuvor hatte Adam Hamdan eine große Kopfballchance vergeben. Der Innenverteidiger schaffte es nicht, den Ball aus kurzer Distanz im Tor unterzubringen. „Geht der Kopfball von Adam rein, glaube ich, gewinnen wir. So machen die das Tor. Also war im Endeffekt alles drin“, resümierte Nikolic, der seinem Team im zweiten Abschnitt eine „leidenschaftliche Leistung“ attestierte.
VfL: Brandic (3); Ahmadi (4), Bozic (4), Hamdan (3), Santelmann (3); Holz (3-4), Gurbanian (2-3) ab 80. Bäker (-); Aydin (3-4), Zivkovic (3-4), Boakye (5) ab 46. Gencel (3); Vidovic (4) ab 84. Betzin (-).