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Atlantiks Versicherung heißt Willi Iwanow

Kreisliga-Kolumne Stürmer mit Doppelpack – FSV erwägt Protest

Verlässlich: Drei der letzten vier Partien hatten die Fußballer von Atlantik 97 verloren und damit ihre gute Ausgangslage in der Kreisliga 3 verspielt. Auch gegen den kriselnden Vorletzten SV Börnsen II (zuletzt ein Punkt aus zwölf Partien) taten sich die Neuallermöher schwer. „Wir harmonieren aktuell auf dem Feld nicht als Mannschaft“, sagt Spieler und Manager Alexander Schreiber. Wie gut, dass Atlantik noch Willi Iwanow hat. „Der ist unsere Versicherung. Auf den Jung’ ist Verlass“, sagte Schreiber. Beim 4:2-Erfolg hatte Iwanow seine Saisontreffer 13 und 14 erzielt. Dumm nur für Atlantik, dass der viertbeste Schütze der Liga nun erstmal zwei Wochen in den Urlaub fährt.
Doppelt bestraft: Zwölf Minuten sind im Spitzenspiel zwischen dem FSV Geesthacht und dem TSV Glinde II absolviert, als es Elfmeter für die Gäste und Rot für FSV-Torhüter Ugur Ergün gibt. Es ist die entscheidende Szene der Partie: In Unterzahl kassieren die Geesthachter das 0:1 per Strafstoß und verlieren am Ende mit 0:3. „Wir werden aber wohl Protest einlegen“, sagt FSV-Trainer Idris Gümüsdere. Grund ist die doppelte Bestrafung (Elfmeter und Rot) vor dem 0:1. „Es war keine Notbremse, denn der Ball wurde noch vor der Linie geklärt. Es hätte nur Gelb und Elfmeter geben dürfen“, argumentiert Gümüsdere. Die Regel besagt, das es entscheidend ist, ob Keeper Ergün bei seinem Foul eine Chance hatte, den Ball zu spielen oder ob die Aktion nur gegen den Mann ging. TSV-Coach Wolfgang Spethmann hat diesbezüglich eine klare Meinung: „Der Ball war weg. Der ist bewusst nur auf den Mann gegangen.“
Brötchen satt: Zum Abschluss der Hinrunde verhalfen Beate und Jens Winselmann den Fußballern der TSG Bergedorf zu einem Rundum-Sorglos-Paket. Zweieinhalb Stunden vor dem Treffpunkt zur Partie gegen die SV Billstedt-Horn begann das Betreuer-Ehepaar, das auch als Physiotherapeutin und Torwart-Trainer fungiert, 45 Brötchen zu beschmieren. Auf das ausgiebige Frühstück folgte ein laut Trainer Sven Lemke „tolles 1:1“, nachdem wiederum die Reste des Vormittags sowie zwei Kuchen und einige Kaltgetränke „vernichtet“ wurden. Letztere hatte Geburtstagskind Niklas Borowski spendiert.
Achtungserfolge: In der Kreisliga 4 war die „Zweite“ der TSG Bergedorf erst das zweite Team, das Spitzenreiter Fatihspor ein Remis abtrotzte. Zwei Minuten vor Ende des 1:1 hatte Pascal Wittenhagen sogar den Sieg auf dem Fuß, traf aber nur die Latte. In der K1 besiegte der SC Vier- und Marschlande III den bisherigen Vierten Buxtehude II in einer turbulenten Partie mit 5:4. Zuvor hatte der Aufsteiger schon 1:2 und 2:4 hintengelegen.