Bergedorf

Albtraum nach Traumstart

Basketball  Trotz 24:2-Führung verliert TSG Bergedorf beim Eimsbütteler TV 52:68

Bergedorf.  Um das Unerklärliche zu erklären, flüchtete sich Björn Fock, Trainer der 1. Regionalliga-Basketballer der TSG Bergedorf, in eine alte Weisheit seines Sports. „Basketball ist ein Spiel der Runs“, schaute er fassungslos auf das Lokalderby beim Eimsbütteler TV zurück. Ein Run ist eine Spielphase, in der ein Team besonders stark punktet. Bei der 52:68-Niederlage hatten die Bergedorfer einen Run hingelegt, wie es ihn nur selten gibt. Mit 21:2 führten sie nach dem ersten Viertel. Nach einem weiteren Dreier von Steffen Kiese hieß es dann sogar 24:2. Nichts, aber auch gar nichts deutete in diesem Moment darauf hin, dass die TSG diese Begegnung noch aus der Hand geben könnte.

Doch genau das geschah. Die Bergedorfer, die in der Anfangsphase von vielen leichten Fehlern der Gastgeber profitiert hatten, bekamen Eimsbüttels starke Aufbauspieler Vidmantas Uzkuraitis (22 Punkte) und Tysem Lyles (16) nicht mehr unter Kontrolle. Mit einem 15:2-Run und einem 8:0-Run kurz vor der Halbzeitpause kommt der ETV vor 200 enthusiastischen Zuschauern wieder ran. Als es nach 37 Minuten 30:30 steht, ist es endgültig ein neues Spiel geworden. Eines, in dem die ersatzgeschwächten Gäste – Enno Lütjens und Max Hilger waren krank – nichts mehr zuzusetzen hatten. Die Partie brach ihnen weg. Am Ende stand eine denkwürdige 52:68-Pleite. Der Traumstart hatte sich in einen Albtraum verwandelt.


TSG-Punkte:
Steffen Kiese (15), Philipp Simon, Markus Timm (7), Lars Fock, Marvin Steinberg (je 6), Joscha Kolnisko (5), Florian Bunde (4), Yngve Jentz (2).