Glinde.

Abseits ist, wenn der Schiedsrichter pfeift

Bezirksliga TSV Glinde besiegt ASV Bergedorf 85 mit 4:2

Glinde.  Als Bo Gehrke in der 54. Minute auf das Tor das ASV Bergedorf 85 zueilt, ist allen Beteiligten in der Bezirksligapartie beim TSV Glinde klar: Abseits! Allen Beteiligten, mit Ausnahme der Schiedsrichter. So zählte das Tor zum 1:0. „Da hätte ich mich als Bergedorfer auch aufgeregt. Bo war sechs Meter Abseits. Aber das sage ich natürlich nicht“, räumte TSV-Trainer Sören Deutsch ein. Irgendwie verständlich, dass ihm nach dem Fehlstart drei Punkte wichtiger waren, als eine Nominierung für den HFV-Fairnesspreis. Am Ende siegte Glinde glücklich mit 4:2 und verbesserte sich auf den elften Rang.

„Die Niederlage tut richtig weh“, ärgerte sich derweil ASV-Coach Patrick Paap, der auch den Foulelfmeter, der zum Glinder 3:2 führte, als Fehlentscheidung einstufte. „Ich hätte beide Elfer nicht gegeben“, sagte Deutsch, der mit dem Spiel seiner Elf nicht zufrieden war. Die Bergedorfer waren klar feldüberlegen, vergaben aber insbesondere nach dem 2:2 (70.) reihenweise gute Chancen. „Wir müssen drei, vier Tore mehr machen“, betonte Paap. So wurde der eingewechselte Verteidiger Christian Albus mit zwei Toren und einer Vorlage zum Matchwinner.

Die Tore: 1:0 Gehrke (54.), 1:1 Mirco Dell (59.), 1:2 Timo Schwenke (67./Foulelfmeter), 2:2 Albus (70.), 3:2 Shawn Scheele (84./Foulelfmeter), 4:2 Albus (87.).
TSV: Brandt; Meyer, Scheele, Berger, Petersen (46. Hennig­sen); de Almeida, Behnke; Bakker, Fischer (36. Gehrke), Schmidtgall (64. Albus); Griem.
ASV: Stradins; Krahn, Asante-Sefa, Golinske (85. Koslowski), Bannasch; Gauger (70. Holthöfer), Schwenke, Ehmke (60. Karakas), Dell; Funk, Vermehren.