6:1 in Pinneberg

Sperriger Sieg: Dassendorf erst spät souverän

Dassendorf.  Ein ungemähter, welliger Rasen, eine Kulisse von nur knapp 100 Zuschauern und eine Mannschaft, die ihre Wettbewerbsfähigkeit in Hamburgs Fußball-Oberhaus bislang schuldig geblieben ist. „Das hat mit Oberliga nicht viel zu tun“, fasste Jan Schönteich, Sportchef der TuS Dassendorf, die Auswärtspartie beim VfL Pinneberg zusammen. Und dennoch tat sich der Meister und Pokalsieger beim punktlosen Tabellenschlusslicht eine Stunde lang schwer. „Mühsam und sperrig“, nannte Schönteich den erst am Ende souveränen 6:1-Erfolg.

In der Anfangsphase reichte die Kondition der Pinneberger (acht Niederlagen, 5:36-Tore) noch, um die vielen Lücken zu schließen. Einzig Marcel von Walsleben-Schied fand eine, als er nach 35 Minuten das 1:0 erzielte. Nach einer Stunde hatten die Dassendorfer die Hausherren dann müde gespielt.

Plötzlich ging es Schlag auf Schlag. Sven Möller (60.), erneut von Walsleben-Schied (67.), wieder Möller (75.), Kristof Kurczynski (87.) und Maximilian Dittrich (90.) waren die Torschützen. Einzig der Gegentreffer von Alexandros Ignatiadis zum zwischenzeitlichen 1:3 (70.) trübte etwas das Bild. Nach dem Abpfiff resümierte Dassendorfs Trainer Elard Ostermann trotz allem: „Auch gegen den VfL Pinneberg muss man erst einmal 6:1 gewinnen.“ Auch wenn es sperrig war.
TuS: Gruhne; Büchler, Lenz, Carolus (22. Dittrich); Nägele (70. Suntic), Aust, Hinze (60. Louca), Kurczynski; Maggio, Möller; von Walsleben-Schied.