Wohltorf

Schluss mit Remis, erster Sieg für Coach Tobias Borregaard

Hockey TTK Sachsenwald besiegt Club an der Alster II mit 1:0

Wohltorf.  Riesenjubel und großes Durchpusten bei den Hockeyspielerinnen des TTK Sachsenwald. Die Wohltorferinnen kamen in der Regionalliga zu einem etwas glücklichen, aber nicht unverdienten 1:0-Erfolg gegen den Club an der Alster II. „Ich bin supererleichtert. Wir haben in den letzten Spielen hinten raus immer wieder dumme Gegentore bekommen und Punkte verschenkt. Daher hat dieser Sieg etwas Befreiendes“, sagte TTK-Trainer Tobias Borregaard, für den es nach vier Unentschieden und einer Niederlage der erste Sieg mit seinem neuen Team war.

Dabei sah es zu Beginn der Partie überhaupt nicht danach aus. Ohne die verletzte Spielführerin Julie Hebbeler (Kreuzband-OP) waren die „Tontäubchen“ zunächst defensiv gefordert. Die Gäste machten viel Druck und profitierten immer wieder von Fehlpässen der Wohltorferinnen. Besonders die starke Svenja Siebert bekamen die Gastgeberinnen nicht in den Griff. Bei einem Sololauf über den halben Platz ließ sie fünf TTK-Spielerinnen wie Slalomstangen stehen, scheiterte aber an Torfrau Lilli Kirst (5.). Auch bei der ersten Strafecke für die Gäste parierte Kirst stark (7.). „Sie hat sensationell gehalten. Seit ihrem Abitur vor zwei Wochen spielt sie jetzt befreit auf und war für mich die Spielerin des Spiels“, gab es von Borregaard ein Lob.

Taktik-Umstellungführt zum Erfolg

Die „Tontäubchen“ stellten in der Folge für einige Minuten von Mann- auf Raumdeckung um. Mit Erfolg. Nach Einzelaktionen scheiterten zunächst noch Sophie Tiefenbacher und Pauline Bostel an Alster-Torfrau Luna Casadevall (17., 18.). Doch dann brachte Kiana Pirouz den TTK, nach weitem Pass von Anna Hartmann aus der eigenen Hälfte hinaus, in Führung (26.).

Für die 17-jährige Stürmerin war es bereits das vierte Tor in den vergangenen fünf Spielen. Das Momentum war nun beim Gastgeber, der im Anschluss dem zweiten Tor näher war. Zu Beginn von Durchgang zwei hatten die Gäste wieder mehr vom Spiel, kamen jedoch nicht an TTK-Torfrau Lilli Kirst vorbei.

In Minute 55 war Kirst dann aber nach einer Strafecke der Gäste geschlagen. Doch Laura Schnatmeier rettete mit dem Schläger auf der Torlinie. „Das war der Moment, in dem wir wirklich daran geglaubt haben, dass wir zu null spielen und die drei Punkte hierbehalten können“, sagte TTK-Trainer Borregaard. Tatsächlich brachten die „Tontäubchen“ in der letzten Viertelstunde den knappen Vorsprung mit einer engagierten Defensivarbeit über die Runden.

Einen Schockmoment gab es allerdings noch: Schnatmeier traf bei einem Klärungsversuch Gegenspielerin Sara Ludwig unabsichtlich mit dem Schläger im Gesicht. Ludwig blieb mit einer Platzwunde einige Minuten am Boden liegen und wurde mit drei Stichen im Krankenhaus genäht. Glücklicherweise stellte sich die Verletzung als nicht schwerwiegend heraus.