Marines mit Sieg und Niederlage

Wilder Schlagabtausch in Lokstedt

Bergedorf.  Nur ein Sekundenbruchteil bleibt den Baseballern der Hamburg Marines, um ihre Entscheidung zu treffen. Nach rund 0,4 Sekunden hat der Ball, den die Pitcher in der 2. Bundesliga mit einer Geschwindigkeit von bis zu 120 Stundenkilometern werfen, die 18 Meter vom Wurfhügel zur Schlagzone zurückgelegt. Dabei achten die Aktiven auch noch auf die Rotation der Nähte des Balles, um die Flugkurve zu erahnen.

Das gelang den Spielern der TSG Bergedorf im Doubleheader bei den Stealers II mit durchwachsenem Erfolg. Die erste Partie gewannen die Marines nach Verlängerung mit 11:9, die zweite ging dann deutlich mit 1:8 verloren. „Im ersten Spiel haben wir viel Energie verloren. Danach fehlte uns die mentale Stärke“, sagte Trainer Oliver Püst.

Knapp vier Stunden hatten sich beide Teams im ersten Match einen wilden Schlagabtausch geliefert. Die Führung wechselte hin und her. Aus einem 4:6-Rückstand machten die Bergedorfer im neunten Inning ein 8:7. Bei ihrer letzten Angriffsphase gelang den Lokstedtern aber der erneute Ausgleich – Verlängerung. Hier sorgte Marine Ga­briel Souffron für die Vorentscheidung. Sein Treffer war so gut, dass Joshua Senkpiel Zeit hatte, ins Ziel zu laufen. Bei 11:8 wechselte das Angriffsrecht zu den Stealers, denen hernach nur noch ein Run zum 9:11-Endstand gelang.

Das zweite Spiel, das nur noch über sieben Innings geht, dauerte dann „nur“ zwei Stunden. Wilber Jimenez brachte die Marines zwar in Führung, doch danach gelang den ausgelaugten Gästen nicht mehr viel.

Mit fünf Siegen nach neun Partien liegen die Bergedorfer als Dritter der 2. Liga im Soll. Am Sonntag (12 Uhr) geht es zu den zweitplatzierten Seahawks aus Flensburg.