Rudern

Olympiasieger Eric Johannesen wackelt

Neuallermöhe.  So hat sich Eric Johannesen sein Comeback nach einem Jahr Auszeit bestimmt nicht vorgestellt. Bei den deutschen Kleinboot-Meisterschaften in Essen belegte der Olympiasieger aus Neuallermöhe, der neuerdings für den RC Favorite Hamburg rudert, mit seinem Partner Anton Braun (Berliner RC) nur den dritten Rang im B-Finale. Das wird eng mit einem Platz in den Booten des Deutschen Ruder-Verbandes für die internationalen Regatten.

16 Plätze (Achter, Vierer, Zweier plus zwei Ersatzmänner) sind zu vergeben. Und traditionell gelten bei den Ruderern alte Meriten wenig. Acht Zweier-Paare waren in Essen besser platziert als der 29-Jährige, der Gold in London und Silber in Rio gewann. Zwei weitere Athleten, die in dieser Saison schon schneller unterwegs waren, mussten zudem krankheitsbedingt passen.

„Eric würde jedes Boot mit seiner Erfahrung bereichern. Meine Meinung ist, dass er ins Team gehört. Ich hoffe, die Trainer haben gesehen, dass es bei ihm mit seinem Partner einfach nicht gepasst hat. Aber das liegt jetzt im Ermessen der Trainer“, sagt Eric Johannesens Bruder Torben.

Der 23-Jährige sollte seinen Platz im Deutschland-Achter, mit dem er 2017 WM-Gold gewann, sicher haben. In Essen belegte er mit seinem Partner Johannes Weißenfeld (Her­decke) nur knapp hinter den Siegern Richard Schmidt/Malte Jakschik Platz zwei.