Wohltorf.

Stolperstart der „Tontauben“

Hockey-Regionalliga  TTK Sachsenwald unterliegt Tabellenführer DHC Hannover mit 2:3

Wohltorf.  Mitte der ersten Halbzeit sprintete Marwin Pawlik nach einem Ballverlust Sven Alex aufopferungsvoll hinterher. Der Hockeyspieler des TTK Sachsenwald versuchte, den Ball zurückzugewinnen. An der Mittellinie verlor er seinen Schläger. Pawlik und Alex wie auch einige Zuschauer lachten kurz über den Fauxpas, doch dann spielten sie konzentriert weiter. Es war eine sinnbildliche Szene bei der 2:3 (1:1)-Niederlage der Wohltorfer gegen den DHC Hannover. Die Gastgeber waren über die gesamte Spieldauer nah dran am Regionalliga-Tabellenführer. Und doch rannten sie zumeist hinterher.

In den ersten 25 Minuten kon­trollierte der Deutsche Hockey Club (DHC) die Partie, Chancen sprangen auf beiden Seiten jedoch nicht heraus. Der TTK versuchte es immer wieder mit langen Bällen, die der Gast jedoch problemlos abfangen konnte. „Wo ist da denn der Stürmer?“, schrie TTK-Trainer Lutz Reiher von außen. Seinen Jungs fehlte nach vorn die Kreativität.

Dann begannen die „Tontauben“ hinten zu wackeln. Sven Alex verfehlte mit Hannovers erster Strafecke das Tor nur knapp (26.). Im Anschluss parierte TTK-Torwart Lucas Plambeck stark gegen Felix Wisbar (29.), und bei der zweiten Strafecke stand dem DHC schließlich die Latte im Weg (30.). Nur eine Minute später verwandelte Jan Eidenschink dann nach einer schönen Schussfinte die dritte Strafecke der Gäste zum verdienten 1:0.

Der TTK wachte nun endlich auf. Pawlik spielte Finn Dabelstein links im Torraum frei. Der Stürmer fackelte nicht lange und traf zum 1:1 ins lange Eck (35.). Zwei Minuten später hatte Dabelstein die Führung auf dem Schläger, schoss aber einen Siebenmeter nach Foul an Tobias Braun knapp am Tor vorbei.

In Hälfte zwei zog der DHC dann das Tempo an und ging mit 2:1 in Führung. Eine Hereingabe von Felix Haase lenkte Julian Mann clever durch die Beine von TTK-Keeper Plambeck (51.). Doch wie nach dem 0:1-Rückstand hatten die Wohltorfer die richtige Antwort parat. Klaas Hilmer verwandelte die erste Strafecke für die Gastgeber zum 2:2 humorlos in die linke untere Ecke (57.). Eine weitere TTK-Strafecke entschärfte DHC-Torwart Ben Bodnariuk gegen Dabelstein (74.). Auf der anderen Seite sorgte Eidenschink mit seinem zweiten Treffer zum 3:2 fünf Minuten vor dem Ende für die Entscheidung zugunsten der Gäste.

„Wir haben ein tolles Spiel abgeliefert, das am Ende Spitz auf Knopf stand. Umso ärgerlicher ist das letzte Gegentor, weil es viel zu einfach gefallen ist“, sagte TTK-Trainer Lutz Reiher, der sich nach dem Abpfiff im Mannschaftskreis lautstark über den Siegtreffer aufregte. „Wir haben Charakter gezeigt, sind zweimal zurückgekommen, aber haben dann eben einmal nicht aufgepasst“, sagte der Coach. Durch die zweite Pleite nach der Winterpause rennt der TTK jetzt auch in der Tabelle den Topteams hinterher und muss den Blick erst mal nach unten richten.