67:58-Auswärtssieg

TSG-Basketballer in Berlin: Blick in eine andere Welt

Bergedorf.  Dank eines starken Schlussspurts kamen die Basketballer der TSG Bergedorf in der 1. Regionalliga am Sonnabend im Auswärtsspiel bei Alba Berlin II zu einem 67:58-Erfolg. Damit hat der Aufsteiger den Klassenerhalt nun auch rechnerisch endgültig geschafft. Die Entscheidung fiel zu Beginn des vierten Viertels, als die Gäste innerhalb von vier Minuten von 50:50 auf 60:50 davonzogen. Darauf hatten die Berliner keine Antwort mehr.

„Wir haben diese Partie in der Abwehr gewonnen“, analysierte TSG-Coach Björn Fock. Erst zum zweiten Mal in dieser Saison hielten die Bergedorfer den Gegner unter 60 Punkten. Nur beim 96:43 gegen Mit-Aufsteiger Ebstorf hatten sie noch besser verteidigt. Der Besuch in Berlin war in mehrfacher Hinsicht ein Blick in eine andere Basketball-Welt. Da wäre die Max-Schmeling-Halle A, die mit ihrem Parkettboden beste Bedingungen bot – ein Paradies für Sportler, die sonst nur Schulturnhallen kennen.

Da wäre zum Zweiten der anschließende Besuch beim Bundesliga-Spiel zwischen Alba Berlin und Bayreuth (100:68). Inmitten der 12 000 Zuschauer genossen die Bergedorfer ihren Anschauungsunterricht. „Ich habe die Spieler häufiger sagen hören: ,Das spielen wir auch, nur schlechter’“, schmunzelte TSG-Coach Björn Fock.

Und da wäre zum Dritten das Duell mit dem Ausnahme-Talent der Berliner, Hendrik Drescher. Der 17-jährige 112-Kilo-Koloss ist ein Power Forward, wie er im Buche steht. Die TSG-Spieler Marvin Steinberg, Markus Timm und Yngve Jentz mühten sich abwechselnd gegen ihn. Trotzdem markierte Drescher 21 Punkte und lief anschließend auch noch für die Profis gegen Bayreuth auf. „Gerade für unsere jungen Spieler war es gut, mal ein Talent zu erleben, das in ihrem Alter schon so viel besser ist“, schloss Fock.
TSG-Punkte: Timm (15), Bunde (12), Barnes (11), Jentz (8), Simon, Großmann (je 6), Steinberg (5), Lütjens (4).