Oststeinbek

Mit Pauken und Trompeten

Kreisliga Oststeinbeker SV deklassiert Tabellenführer ASV Bergedorf 85 vor 350 Zuschauern mit 5:1

Oststeinbek. . Äußerlich gefasst reagierte Trainer Jörg Franke auf die erneute Klatsche des ASV Bergedorf 85 gegen den Oststeinbeker SV. „Wir werden wieder aufstehen. Es ist noch alles drin“, sagte Franke nach der 1:5-Niederlage vor rund 350 Zuschauern. Die Bergedorfer, die bereits im Hinspiel mit 1:6 unter die Räder gekommen waren, führen die Tabelle der Fußball-Kreisliga weiterhin mit vier Punkten Vorsprung an. Allerdings zieht der OSV vorbei, sollte er seine beiden Nachholspiele gewinnen.

Die Spitzenpartie hatte den Charakter eines „Hochsicherheitsspiels“ vermittelt. Acht Ordner um OSV-Ligaobmann Michael Baaß standen am Eingangsbereich und sorgten für Ruhe. Die rund 100 Gästefans kamen mit Fahnen, Pauken und Trompeten, mussten Alkohol und „Bengalos“ aber draußen lassen. Ihr Feuerwerk brannten sie im Verlauf der Partie mehrmals außerhalb der Anlage ab. „Da kann ich als Ordner dann auch nichts mehr gegen machen“, betonte Baaß.

Genau andersherum lief es auf dem Feld. Dort fehlten den Bergedorfern die Mittel, das sportliche Feuerwerk der Hausherren einzudämmen. Maximilian Kochsiek per Doppelpack (15., 39.) und Nicklas Frers (45.) sorgten für den 3:0-Halbzeitstand.

Vom ASV war außer zehn guten ersten Minuten nichts zu sehen. Erst nach dem Wechsel übernahmen die Gäste das Kommando und verkürzten durch Stephan Funk auf 1:3 (59.). Acht Minuten später jubelten die ASV-Fans ein weiteres Mal. Doch das souveräne Schiedsrichtergespann um Frank „Bobby“ Schnehagen (Poppenbüttel) entschied auf Abseits – zum Unmut von Franke. „Das war niemals Abseits. Der ist von hinten reingelaufen“, ärgerte er sich der ASV-Coach lautstark.

Mit dem Anschlusstreffer wäre es noch mal spannend geworden, doch so sorgten Frers 4:1 (74.) und Felix Rehr mit einem Eigentor (90.+1) für den 5:1-Endstand. Danach blieb auch OSV-Coach Simon Gottschling, obwohl er allen Grund zur Euphorie gehabt hätte, sachlich: „Mund abwischen, die Nachholspiele gewinnen und auf Platz eins klettern.“
OSV: Joost; Grünberg, Köksal, Marg, Khurshid (35. Homann); Fehlandt (87. Quaidoo), Herber; Qasem (77. Meyer), Frers, Mokeddem; Kochsiek.
ASV: Stückler; Krahn, Adden, Kautz, Röner; Schenke (64. Holthöfer), Rehr, Schwenke, Dell; Heinze, Funk.