Kreisliga

Von Spielern mit Redebedarf, Tumulten und einer Aufholjagd

Shenol Bali (Lauenburger SV) kommt gegen den Düneberger Artur Ketschojan (blaues Trikot) zu spät.

Shenol Bali (Lauenburger SV) kommt gegen den Düneberger Artur Ketschojan (blaues Trikot) zu spät.

Foto: Thomas Rokos

In unserer Kreisligakolumne geht es natürlich auch um den Spielabbruch der Partie Oststeinbeker SV gegen den SV Hamwarde.

Spielabbruch: Der Abbruch der Partie zwischen dem Oststeinbeker SV und dem SV Hamwarde war das Gesprächsthema dieses Spieltags (wir berichteten). Nach einer 3:0-Führung für den OSV war es in der Halbzeit vor der Hamwarder Kabine zu Tumulten gekommen. Dabei sollen auch Fäuste geflogen sein, SVH-Spieler Rene Pinnow trug eine Prellung im Gesicht davon, Mitspieler Timo Flatau erhielt eine Kopfnuss. Daraufhin weigerten sich die Gäste, zur zweiten Hälfte anzutreten. Erst in Begleitung der herbeigerufenen Polizei verließen sie die Anlage. „Wir haben weitere Angriffe befürchtet“, erklärte Flatau. OSV-Ligaobmann Michael Baaß sprach hingegen von einem „schuldhaft verursachten Abbruch“ und geht davon aus, „dass wir die Punkte bekommen“.

Grottenschlecht: Idris Gümüsdere erkannte seine Mannschaft in der ersten Hälfte der Partie beim TSV Glinde II nicht wieder. „Wir waren grottenschlecht“, sagte der Trainer des FSV Geesthacht. Für die Wende sorgte Nico Koukoulis. Der Mittelfeldspieler traf nach rund einer Stunde zum 1:0 und bereitete das zweite FSV-Tor ganz stark vor. Endstand 3:1.

„Du Blinder“: Trotz eines 3:2-Sieges gegen Atlantik 97 haderte der FC Lauenburg mit den Unparteiischen – mit der Folge, dass zwei FCL-Spieler in der Schlussphase jeweils glatt Rot sahen. Dursun Yurtoglu sagte nach einem angeblich an ihm begangenen Foul „Du Blinder“ zu einem der beiden Assistenten, der bereits ausgewechselte Bahadir Aslan erklärte dem Schiedsrichter, dass er einseitig pfeife. „Dafür kann man doch nicht Rot geben“, sagte FCL-Trainer Burhan Öztürk zu Platzverweis Nummer zwei.

Umstellung: Schwer tat sich der ASV Bergedorf 85 gegen den Vorletzten Escheburger SV. Nach ausgeglichener erster Hälfte (1:1) genügten dem Spitzenreiter jedoch „die besten 20 Minuten seit langem“ (ASV-Trainer Jörg Franke), um auf 4:1 davonzuziehen. „Wir tun uns immer etwas schwer mit der Umstellung von Kunstrasen, auf dem wir trainieren, auf den großen Rasenplatz“, erklärte Franke. ESV-Trainer Mario Meier sprach hingegen von einer „starken Leistung“ seines Teams in Durchgang eins.

Premiere: Erst seit zwei Wochen ist Fabian Heidmann Co-Trainer beim Düneberger SV II. Und da Chefcoach Carsten Schruhl beruflich verhindert war, kam der 21-Jährige gegen die Lauenburger SV gleich zu seinem ersten Einsatz als verantwortlicher Trainer. „Natürlich war ich etwas nervös. Aber die Mannschaft hat mir geholfen“, sagte der Ex-Schwarzenbeker Landesligaspieler. Und wie. Der Aufsteiger gewann überraschend deutlich mit 3:0.

Ansage: Drei Spiele in zehn Tagen stehen für die „Dritte“ des SV Börnsen in der K4 an. Dazu gibt es eine klare Ansage. „Wir wollen neun Punkte holen“, sagte SVB-Spieler Tim Kossek. Doch schon in der ersten Partie drohte das Vorhaben zu scheitern. Nach gut einer halben Stunde lagen die Börnsener gegen Billstedt-Horn II 0:2 hinten. Was folgte, war eine begeisternde Aufholjagd. Am Ende stand ein 7:2. Matchwinner war Routinier Andre Brausendorf, dem binnen 21 Minuten ein Hattrick gelang.