Kreisligakolumne

Gut Ding will Weile haben

Die Bergedorfer Mirco Dell (links), Felix Rehr und Torschütze Christian Kautz freuen sich über den Treffer zum 2:0.

Die Bergedorfer Mirco Dell (links), Felix Rehr und Torschütze Christian Kautz freuen sich über den Treffer zum 2:0.

Foto: Zerbian

In unserer Kreisligakolumne geht es heute um den Sieg des ASV Bergedorf im Spitzenspiel und einen Trainer, der sich verschaukelt fühlt.

Verzögert: Die E-Mail an die Geschäftsstelle des ASV Bergedorf 85 mit der krankheitsbedingten Absage von Referee Thomas Grede hatte am Spieltag niemanden erreicht. So standen die „Elstern“ beim Spitzenspiel in der Fußball-Kreisliga 3 gegen den MSV Hamburg ohne Schiri da. Als Ersatz sprang Florian Baum ein. Doch der ASV-Schiedsrichter-Obmann befand sich noch auf der Rückreise von einer Partie in Buxtehude. Kaum war es mit 45-minütiger Verspätung endlich losgegangen, gab’s die nächste Zwangspause von einer Viertelstunde. Bergedorfs Patrik Ko­ßatz und ein MSV-Akteur waren mit den Köpfen zusammengeknallt (7.). Koßatz’ stark blutende Platzwunde über dem linken Auge musste im Krankenhaus mit sieben Stichen genäht werden. Zum Sportlichen: Der ASV, der eine 2:0-Führung verspielte, konnte sich bei Torwart Marc Stückler bedanken, dass er nicht in Rückstand geriet. Erst danach wachten die „Elstern“ auf und kamen durch Felix Rehr zum 3:2-Sieg.


Verstärkt: „Die Serie ist gerissen“, jubelte Carsten Schruhl (Trainer Düneberger SV II) nach dem 6:2 bei Altengamme II. Aufklärung: „Erstmals haben wir mit Verstärkung aus der ,Ersten’ gepunktet“, sagte Schruhl, bei dem Tayfun Cosgun, Kevin Schädel und Christopher Jander aushalfen. Verstärkung gibt es auch für das DSV-Trainerteam: Fabian Heidmann, zuletzt Spieler beim SC Schwarzenbek, wird Schruhls Co-Trainer.

Verschaukelt? Nach dem 1:2 gegen Hamwarde konnte sich Wolfgang Spethmann, Trainer des TSV Glinde II, kaum noch beruhigen. „Langsam fühle ich mich verar. . ., ich muss mich zusammenreißen“, polterte er. Grund für den Ärger: In der Nachspielzeit hatte Referee Johannes Boddin (SCALA) auf Strafstoß für Glinde entschieden. Als der Ball bereits zur Ausführung auf dem Punkt lag, folgte die Rolle rückwärts. Boddin ließ sich von seinem Assistenten überstimmen. „Der steht 25 Meter weiter weg“, schimpfte Spethmann, dessen Team in der Vorwoche in Aumühle durch einen umstrittenen Elfer in der Schlussminute 2:3 verloren hatte.

Verregnet: In der zweiten Hälfte glich der Grandplatz von Atlantik 97 in Neuallermöhe nach dem Dauerregen einer Seenlandschaft. „Es war sehr rutschig. Ich habe jederzeit mit dem Abbruch gerechnet“, sagte Atlantiks-Coach Gianfranco Ganguzza. Den gab’s aber nicht – zum Glück für sein Team, denn gegen den favorisierten FSV Geesthacht war beim 1:1 sogar mehr als ein Remis drin. So scheiterte Vitali Dmitrenko zweimal nur am Gebälk. „Das ist ärgerlich, aber vielleicht ist der Punkt am Ende noch Gold wert“, resümierte FSV-Trainer Idris Gümüsdere, dessen Team vor dem Spitzenspiel gegen den ASV Bergedorf (Sonntag, 13 Uhr, Berliner Straße) vier Zähler Rückstand zur Spitze hat.