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Ein Feuerwerk abgebrannt

KreisligaKolumne FSV Geesthacht führt nacht 40 Minuten 5:0 – In Glinde steht ein Stürmer im Tor

Konzentrationssache: Dass ein Fußballspiel 90 Minuten dauert, wissen die Spieler des FSV Geesthacht. Eigentlich. Dennoch kommt es immer häufiger vor, dass der FSV in der ersten Halbzeit zwar ein Feuerwerk abbrennt, sich dabei aber offensichtlich völlig verausgabt. Im Heimspiel gegen die „Zweite“ des VfL Lohbrügge stand es bereits nach 40 Minuten 5:0. „Wir haben in der ersten Halbzeit erneut unser ganzes Pulver verschossen“, betonte FSV-Obmann Ismail Gök. Dass es am Ende „nur“ 5:1 stand und in der zweiten Hälfte kein weiterer Treffer zustande kam, obwohl es zahlreiche Torchancen gab, sei eine „reine Konzentrationssache“, wie Gök verärgert beschrieb.
Stürmer im Tor: Alexander Dora ist ein Allrounder. Normalerweise geht er bei der ersten Mannschaft des TSV Glinde auf Torejagd oder beackert das Mittelfeld auf der „Sechs.“ Beim Spiel der „Zweiten“ gegen den SV Börnsen II stand er nun auch mal wieder zwischen den Pfosten. Dora hielt seinen Kasten sauber, und nach vorn zeigten seine Mitspieler in Hälfte eins eine „Galavorstellung“ (TSV- Trainer Wolfgang Spethmann). So stand es am Ende 6:0 für die Gastgeber. Beim Spiel der „Ersten“ ging Dora dann wieder selbst auf Torejagd und steuerte einen Treffer zum 2:1-Sieg bei Croatia bei.
Zwei Jokertore: Da hat Atlantik-Trainer Gianfranco Ganguzza wohl das sprichwörtlich „gute Näschen“ gehabt. Beim 5:1-Sieg gegen den Düneberger SV II wechselte der Coach nach dem 0:1-Rückstand mit Kirill Beigel und Ewgenij Del zwei Spieler ein, die jeweils einen Treffer beim ersten „Dreier“ der Saison erzielten. „In den ersten 20 Minuten waren wir nicht geordnet. Als wir dann aber auf zwei Stürmer umgestellt haben, lief es richtig gut“, sagte Ganguzza.
Dem Boxkampf geschuldet:
Dass der FC Lauenburg nach einer guten ersten Halbzeit und einer 3:1-Führung gegen den SV Hamwarde im zweiten Durchgang das Fußballspielen einstellte, hatte einen Grund. „Meine Spieler haben alle die Nacht durchgemacht und den Boxkampf Mayweather gegen McGregor geguckt“, verrät FCL-Trainer Burhan Öztürk. So prägten Konzentrationsfehler, eine schwache Kondition und Krämpfe das Bild in der zweiten Halbzeit. Am Ende siegten die Gastgeber dennoch mit 3:2.
Beste Punktspielleistung: Obwohl der TuS Aumühle-Wohltorf sein Spiel beim Tabellenführer MSV Hamburg mit 1:3 verlor, zeigte sich Trainer Mario Friedrich durchaus zufrieden. „Das war unsere beste Punktspielleistung. Ein Unentschieden wäre verdient gewesen“, resümierte der Aumühler Coach.
Bärendienst: Alexander Geringer dürfte nicht allzu gut geschlafen haben. Der Stürmer des Escheburger SV hat beim Stand von 0:1 gegen die Lauenburger SV wegen Nachtretens die Rote Karte gesehen und seiner Mannschaft damit einen Bärendienst erwiesen. Zwar war der ESV trotz Unterzahl in der zweiten Hälfte die bessere Mannschaft, am Ende zogen die Escheburger aber den Kürzeren und verloren mit 1:2. Für die Lauenburger SV war es der erste Saisonsieg.
Sommerfußball: Beim 5:1 gegen den SV Altengamme II spielte der ASV Bergedorf 85 eine Stunde lang eine gute Partie. Dementsprechend führten die Gastgeber mit 3:1. Doch danach ließen die „Elstern“ nach. „Das war der Sonne geschuldet. Da haben wir nur noch Sommerfußball gespielt“, scherzte Coach Jörg Franke. Erst in den letzten Minuten kam „85“ noch zu zwei Toren.