Lokales

Geesthachts „Zweite“ wie verwandelt

Kreisliga-kolumne Nach 0:13 verliert FSV II „nur“ 0:1

Der Prophet: In der vergangenen Woche hatte Martin Kötter, der Trainer des Fußball-Kreisligisten SC Wentorf II noch geunkt, dass sein Team gegen den FSV Geesthacht II „bestimmt nur mit 1:0 gewinnen“ werde. Dabei waren die Geesthachter zum Auftakt mit 0:13 bei Billstedt-Horn II untergegangen und gelten ohnehin als kaum konkurrenzfähig. Doch der FSV agierte im wahrsten Sinne des Wortes wie verwandelt. Nur noch zwei Spieler waren aus der Startelf übrig geblieben. Und das Resultat? Das war so, wie es Prophet Martin Kötter vorausgesagt hatte.
Personalnot hüben wie drüben: Beim Oststeinbeker SV wird die Personaldecke dünn. Nachdem sich Bryan Reinecke (Syndesmoseband) und Orhan Baskir (Knie) gegen Escheburg verletzt hatten, erwischte es nun Mike Meyer (Knie) im Spiel gegen Atlantik 97 (Endstand 8:0). „Wir können mit unserem starken Kader zwar jeden adäquat ersetzen, doch langsam wird es eng“, sagte OSV-Ligaobmann Michael Baaß. Noch schlimmer ist die Personalnot derzeit bei Gegner Atlantik. Drei Senioren-Spieler mussten aushelfen. „Das waren zwei chaotische Wochen“, resümierte der Vorsitzende Vitali Rommel nach 0:15-Toren in zwei Partien.
Verkehrte Welt: Der Überraschungstabellenführer und Aufsteiger TSV Reinbek machte auch dem Titelfavoriten ASV Bergedorf das Leben schwer. Allerdings nur 45 Minuten. „Reinbek war in der ersten Halbzeit besser“, gab ASV-Trainer Jörg Franke zu. Doch praktisch mit Wiederanpfiff gingen die „Elstern“ in Führung und setzten sich letztlich sogar noch deutlich mit 4:0 durch.
Aluminium-Allergie: Es war wie verhext. Gleich fünfmal trafen die Spieler der „Ersten“ des FSV Geesthacht im Spiel beim SV Altengamme II die Torumrandung. Folglich war SVA-Coach Frank Graf nach dem 1:0-Erfolg seines Teams erleichtert: „Da haben wir Schwein gehabt!“
Schiedlich-friedlich:
Das Derby zwischen dem SV Börnsen II und dem Escheburger SV war auf dem Spielfeld wahrhaftig keines mit „Derbycharakter“: wenig Härte, viel Harmonie. Was die Spielanalyse anging, waren beide Trainer auf „Krawallkurs“. Beide sahen ihr Team besser. „Wir müssen da gewinnen“, sagte ESV-Trainer Mario Meier. „Wir hätten 4:0 führen können“, befand Oliver Steffens – Endstand 0:0.
Kartenfestival: Gleich vier Platzverweise erhielt Sporting Clube bei der „Dritten“ des SV Börnsen. Einer mehr und die Partie wäre vorzeitig beendet worden. So aber freute sich der SVB im Aufsteigerduell am Ende über einen 5:2-Erfolg.
Unrecht getan: In unserem Sonderheft „Anstoß“ hatten wir den VfL Lohbrügge II noch in die Abstiegszone eingestuft. Doch es läuft bei der „Zweiten“, die nach dem 2:0 gegen Aumühle noch eine weiße Weste hat. „Ich bin gespannt, wie mein Team mit dem ersten Dämpfer umgeht“, sagt VfL-Coach Sascha Barck.