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Von Aufstiegskämpfen und Abstiegsängsten

Kreisligakolumne SV Altengamme II setzt sich neue Ziele

Gejagt: Fünf Spiele, fünf Siege bei 22:6-Toren und immer mindestens vier Treffer erzielt – der Düneberger SV kommt in der Fußball-Kreisliga 3 mit der Rolle des Gejagten in diesem Kalenderjahr bislang gut zurecht. Auch wenn der Spitzenreiter beim 4:1 gegen den Oststeinbeker SV einen Weckruf in Form eines Rückstandes brauchte. Nun wartet am Ostersonnabend die schwerste Aufgabe des Restprogramms auf das Team vom Silberberg: das Derby beim SV Hamwarde. „Wir haben was gutzumachen. Im Vorjahr haben uns die zwei Niederlagen gegen sie den Aufstieg gekostet“, weiß Coach Dennis Tornieporth.
Jäger: Nur sieben Tore hinter den Dünebergern sehnt der punktgleiche Verfolger SV Curslack-Neuengamme II einen Ausrutscher sehnlichst herbei. Die Vierländer, die ein weitaus schwereres Programm in 2017 zu bewältigen hatten, haben sich bisher ebenfalls schadlos gehalten und dabei sogar fünf Treffer gutgemacht. „Für den Verein wäre der Aufstieg als Unterbau für die Oberliga Gold wert“, sagt Trainer Ingo Carstensen. Allerdings würde Stand jetzt wohl auch Rang zwei über den Punktequotienten reichen.
In Lauerstellung: Beim ASV Bergedorf 85 sitzt der Stachel auch eine Woche nach dem Pleite im Spitzenspiel gegen den SVCN II tief. „Es ist schon bitter, wenn ein Spiel alles entscheidet“, sagte ASV-Trainer Jörg Franke nach dem 2:1-Erfolg beim SV Altengamme II. Drei Zähler Rückstand bei einer gespielten Partie mehr sind wohl zu viel. In der kommenden Saison wird ein neuer Anlauf in der K3 gestartet. Gedankenspiele, den Bezirksliga-Aufstieg über die leichtere Kreisliga 4 zu versuchen, haben die „Elstern“ verworfen.
Neue Ziele: Auf Rang eins überwintert, seitdem sieglos und alle Aufstiegsträume ad acta gelegt – der SV Altengamme II hat sich umorientiert. „Wir haben in der Hinserie über Level gespielt“, sagt SVA-Trainer Frank Graf. Der ganze Fokus liegt nun auf dem Viertelfinale im Holsten-Pokal, in dem die Vierländer am Ostermontag bei Rot Weiss Wilhelmsburg II (Kreisklasse) spielen. „Ich glaube aber, dass wir gegen deren ,Erste’ aus der Kreisliga 1 spielen werden. Die ist im Oddset-Pokal nicht angetreten“, unkt Graf.
Treffsicher: 14:1 gegen Willinghusen, 9:2 bei Lohbrügge II – die Offensive der Lauenburger SV und besonders Stürmer Timo Lenz sind gut drauf. Nach vier Toren in der Vorwoche erzielte der 22-Jährige nun fünf „Buden“, spielte dabei den VfL – inklusive 1.-Herren-Trainer Sven Schneppel – schwindelig und schraubte sein Torkonto auf 33. Die Belohnung: In der Tabelle ist die LSV Sechster – und ganz wichtig in der Elbestadt – einen Rang vor dem FCL. Das ist insofern bemerkenswert, weil die LSV im November noch auf einem Abstiegsrang lag.
Abstiegsängste: Derzeit deutet bei der TSG Bergedorf viel auf einen Doppelabstieg hin. Sowohl für die „Erste“ als auch die „Zweite“ sieht es nicht rosig aus. Nach reiflicher Überlegung hat sich der Verein nun entschlossen, die „Erste“ stark zu machen. „Wir probieren hier den Klassenerhalt. Das scheint uns bei dem Programm der Kontrahenten leichter“, sagt Abteilungsleiter Jörg Schulz. Beim ebenfalls gefährdeten TSV Gülzow setzt Trainer Kadir Gündüz nach der 3:10-Klatsche bei seinem Ex-Klub FC Lauenburg auf den österlichen Doppelpack. Stark gefährdet sind auch die kriselnden Lohbrügger und der FSV Geesthacht II.