Kreisligakolumne

„Mutzel“, der Matchwinner

Mit dem langen Bein klärt Curslacks Niko Reimers (MItte) vor Bergedorfs  Jakob Föhres.

Mit dem langen Bein klärt Curslacks Niko Reimers (MItte) vor Bergedorfs Jakob Föhres.

Foto: Volker Koch

Bergedorf. Curslacks Marcel von Hacht entscheidet mit seinem Tor das Spitzenspiel in der Kreisliga 3 gegen die „Elstern“.

Vorteil SVCN II: Das Spitzenspiel der Fußball-Kreisliga 3 zwischen dem ASV Bergedorf und dem SV Curslack-Neuengamme II mussten die „Elstern“ unbedingt gewinnen, wenn sie Zweiter werden wollen. In einer Partie, die von der Spannung lebte, war nach 70 Minuten die Chance da. Doch Norman Leßmann drosch einen Handelfmeter an die Latte. Als der ASV alles nach vorn warf, schlug auf der Gegenseite wieder mal Oberliga-Leihgabe Marcel von Hacht zu, der nach seinem auskurierten Kreuzbandriss immer besser in Form kommt. Zum dritten Mal in Folge markierte „Mutzel“ das 1:0. Die Resultate dabei: 1:0, 1:0, 2:0. Der SVCN II liegt nun drei Punkte vor dem ASV, hat zudem eine Partie weniger gespielt.


„Mops“ sei Dank: Das Wiedersehen bei seinem Ex-Klub Oststeinbeker SV endete für Aumühles Coach Maxwell Phelps mit einer 2:4-Pleite. „Ich bin nett empfangen und noch netter verabschiedet worden“, scherzte Phelps. Beide Torhüter – Valentin Mai (OSV) und Navied Rasminda (TuS) – mussten verletzt raus. Bei Oststeinbek wurde mit Florian Urbanietz, wegen seines Körperbaus „Mops“ genannt, der Matchwinner eingewechselt. „Er hat den Sieg festgehalten“, räumte Phelps ein.


Für Lars: Eigentlich hatte die Lauenburger SV Nico Methe wegen diverser Verfehlungen bis zum Sommer suspendiert. Doch weil sich der 26-Jährige geläutert zeigt, durfte er gegen Willinghusen wieder mitmischen. In die Startelf rückte Methe nur durch Pechvogel Lars Pasenow. Dieser hatte sich beim Aufwärmen so schwer am Rücken verletzt, dass er mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus kam. Nach dem 14:1-Kantersieg gegen ab der zweiten Hälfte nur noch zehn Gästespieler (Personalnot) widmete Methe seine fünf Treffer Pasenow.


Klare Kante: Das 3:3 im Kellerduell gegen die TSG Bergedorf spielte bei den Gülzower Hardcore-Fans nur eine untergeordnete Rolle. Auch dass die von der GSE (Gülzower Support Elite) gestifteten Eckfahnen mit GSE-Affen-Logo erstmals im Einsatz waren, interessierte wenig. Wichtiger war der Fan­gruppierung ein politisches Statement: „Für Nazis ist kein Platz in Gülzow!“, schrieben sie auf Facebook. Hintergrund: In Gülzow wurden zuletzt viele Aufkleber der „Identitären Bewegung“ platziert. Diese Gruppe wird dem Rechtsex­tremismus zugeordnet.


Aller guten Dinge: . . . sind – genau – drei! Das denkt sich bei Atlantik 97 nicht nur Andreas Tymorek, dem beim 5:1 gegen den FC Lauenburg der zweite Dreierpack in Folge gelang. „Du kannst schreiben: Tymorek on fire“, sagte Spielertrainer Alexander Schreiber. Auch bei seiner Mannschaft ist die Drei Trumpf. Der Sieg war der dritte Dreier in Folge – so wird’s was mit dem Klassenerhalt.


Durchgedreht: Im Derby zwischen Geesthacht II und dem Düneberger SV (1:6) brannten gleich drei FSV-Spielern die Sicherungen durch: Sie sahen Rot (siehe Statistik). So wird es schwer, den Abwärtstrend mit nur zwei Punkte aus sieben Spielen zu stoppen. Beim DSV beließ es Trainer Dennis Tornieporth derweil bei einem Wechsel, weil er mit dem Programm der Ersatzspieler nicht einverstanden war. „Wenn man eingewechselt werden möchte, darf man nicht nur das Spiel genießen“, sagte er.