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Einträchtig an der Spitze

Kreisligakolumne Düneberg, Curslack-Neuengamme II und die „Elstern“ gewinnen ohne zu glänzen

Dreikampf: Mit je 51 Punkten liegen der ASV Bergedorf, der Düneberger SV und der SV Curslack-Neuengamme II einträchtig an der Spitze der Fußball-Kreisliga 3. Mit Ruhm hat sich an diesem Spieltag keines der drei Topteams bekleckert. Die „Elstern“ siegten erst in der Nachspielzeit beim FC Lauenburg 3:2, der DSV tat beim 4:1 gegen die Lauenburger SV wie seit Wochen nicht mehr als das Nötigste, und der SVCN II hatte beim 1:0 gegen Glinde II Glück, dass die schwache Leistung nicht mit einem Remis bestraft wurde. Am Sonntag kommt es nun zum Gipfeltreffen. Der ASV empfängt Curslack (15 Uhr, Sander Tannen). „Da geht es um Platz zwei. Düneberg lässt sich das nicht mehr nehmen“, sagt SVCN-Coach Ingo Carstensen.
Anspruchsdenken:
Erst im dritten Spiel nach der Winterpause gab es für den so hoch gehandelten Oststeinbeker SV mit dem 5:1 gegen die „Zweite“ des FSV Geesthacht die ersten Punkte. Derweil kann OSV-Trainer Simon Gottschling das ganze Bohei um sein Team – auch intern – nicht nachvollziehen. „Für mich zählt nur die kommende Saison. Aber in Oststeinbek wird man zu schnell euphorisch. Das sind noch Altlasten vom Kohfahl-Regime“, sagt Gottschling und spielt auf die zehnjährige Ära des polarisierenden Trainers Stefan Kohfahl am Meessen an, der das Team von der Bezirks- in die Oberliga führte.
Schiri-Schelte: Bereits im Derby bei Hamwarde zeigte sich der FSV Geesthacht II mit der Leistung von Linienrichterin Cindy Düring (Lohbrügge) unzufrieden, weil diese zwei Elfmeter gegen den FSV gepfiffen hatte. Zwei Wochen später kreuzten sich in Oststeinbek (1:5) erneut die Wege – und wieder waren sie beim FSV sauer. „Es geht nicht um das Ergebnis, das ist okay. Aber um ihre Art, den provokanten Ton. Und die Entscheidungen. Das war Willkür“, schimpfte Trainer Serkan Öztürk. Als Beispiele nannte er den gehaltenen OSV-Elfmeter, den Schiedsrichterin Düring wiederholen ließ, einen vermeintlichen Elfer für den FSV, den sie außerhalb des Strafraums verlegte oder eine ungeahndete Beleidigung eines OSV-Spielers gegen Öztürk. „Wir schicken einen Protestbrief zum Verband“, kündigte der Trainer an. Oststeinbeks Ligaobmann Michael Baaß sah das ganz anders: „Die Frau wusste sich zu behaupten.“
Stark machen: Jörg Schulz war bedient. „Nur zwei Sätze: Bitte nicht ansprechen! Und: Wir sind schlecht“, sagte der Abteilungsleiter der TSG Bergedorf. Erneut hatten beide Kreisliga-Teams ihre Spiele verloren. Die „Erste“ kassierte im Abstiegskampf der K3 ein peinliches 0:5 gegen Atlantik (Hattrick von Andreas Tymorek), die „Zweite“ verhalf in der K4 beim 1:3 dem Störtebeker SV zum zweiten Saisonsieg. So droht der Doppel-Abstieg. Schulz kündigte für heute ein Gespräch mit den Trainern Stefan Schleif und Sven Lemke an. „Wir werden wohl eine Mannschaft stark machen müssen“, sagte Schulz.
Stark gemacht: Mit drei überzeugenden Siegen in Folge hat sich der SV Hamwarde der größten Abstiegssorgen entledigt. Was macht der ehemalige Assistent Thorsten „Eddy“ Gloor anders, als Vorgänger Daniel Mauritz, den er Ende November ablöste? „Ich mache Training alter Schule. Die Mannschaft zieht mit, ist fit und hat Spaß. Das zahlt sich aus“, sagte Gloor nach dem 6:1 in Willinghusen. Dennoch soll am Saisonende der geplante Wechsel zu Erdinc „Schoko“ Özer auf der Trainerbank vollzogen werden. „,Schoko’ kommt. Ich stehe zu meinem Wort“, betont der Vorsitzender Matthias Bartsch.