Kreisligakolumne

„Hier spricht der Derbysieger!“

Bernd Schuster vom ASV Bergedorf (links) versucht, den Pass von Frederik Petersen (TSG) mit einem langen Bein zu unterbinden.

Bernd Schuster vom ASV Bergedorf (links) versucht, den Pass von Frederik Petersen (TSG) mit einem langen Bein zu unterbinden.

Foto: Volker Koch

In unserer Kreisligakolumne geht es um die Lokalderbys in Bergedorf und den Vierlanden.

Gut gelaunt: Im Gegensatz zu früheren Derbys hatte sich Ingo Carstensen, Trainer des Fußball-Kreisligisten SV Curslack-Neuengamme II, diesmal vor dem Duell beim SV Altengamme II zurückgehalten. Umso ausgelassener meldete er sich nach dem 2:0-Erfolg. „Hier spricht der Derbysieger“, begrüßte Carstensen den Reporter. Angefeuert von der eigenen 3. Herren und unterstützt von Marvin Schalitz und Marcel von Hacht aus der Oberliga, reichte es zum Erfolg, weil der SVCN kaltschnäuziger seine Chancen nutzte. „Es steht unentschieden. Wir haben das Hinspiel gewonnen, setzen auch keine Oberligaspieler ein“, konterte SVA-Coach Frank Graf.

Guter Einstand:
Für neun Spiele ist Razi Butt Coach beim FC Lauenburg. Anschließend wird er A-Jugend-Co-Trainer in Düneberg. Bei seinem Debüt feierte er nun einen gelungenen Einstand, gewann beim formstarken TSV Glinde II (zuletzt drei Siege in Folge) mit 2:1. „Lauenburg ist ein schwieriges Pflaster. Aber ich weiß, auf was ich mich eingelassen habe“, sagte Butt.

Laune verdorben:
Was waren sie beim Oststeinbeker SV nach den Resultaten in der Vorbereitung und ihres in der Winterpause aufgerüsteten Kaders euphorisch. Doch schon das erste Pflichtspiel (1:2 gegen Hamwarde) lief anders als erwartet. Wer an einen Ausrutscher glaubte, wurde getäuscht. Das 1:5 bei der Lauenburger SV geht auch in der Höhe n Ordnung. Zwei Tore erzielten die Hausherren sogar in Unterzahl. Bei OSV-Neuzugang Faik Algan stehen die Zeichen schon wieder auf Trennung. Das Enfant terrible trainiert nicht mehr mit. „Wir wollten eigentlich eine gute Stimmung für die neue Saison aufbauen“, sagte OSV-Ligaobmann Michael Baaß.

Alte Wirkungsstätte:
Beim TuS Aumühle-Wohltorf hütete Michael Lemke viele Jahre das Tor. Nach seiner aktiven Laufbahn trainierte er im Heimatgebiet zuletzt von 2007 an knapp vier Jahre den SC Wentorf, wechselte später als Sportlicher Leiter zum Niendorfer TSV. Im Sommer kehrt er nun an seine alte Wirkungsstätte zurück und wird beim TuS Sportlicher Leiter. Zuvor hatten die Aumühler bereits Mario Friedrich als neuen Trainer vorgestellt.

Alter Modus:
Nach intensiver Beschäftigung mit den Aufstiegsregularien trauert Trainer Jörg Franke, mit dem ASV Bergedorf 5:1-Derbysieger gegen die TSG Bergedorf, dem alten Modus hinterher. „Mir wäre die Aufstiegsrunde viel lieber. Die ist gerechter“, sagt Franke. Stattdessen gilt zum zweiten Mal der Punktequotient (Zähler durch Spiele). Hier sind Teams aus der im Vergleich zu den Parallelstaffeln starken K3 im Nachteil. „Bei uns hat der Letzte 17 Punkte, 17! Woanders ist es einer. Da kommen wir nicht mehr ran“, hadert Franke.