Lokales

Hochmut kommt vor dem Fall

Kreisligakolumne Oststeinbek patzt – Umwälzungen in Aumühle

Überheblich: Faik Algan, Murat Gümüstas oder Marcel Meyer – an Spielern mit höherklassiger Erfahrung mangelt es dem Fußball-Kreisligisten Oststeinbeker SV seit einer „Einkaufstour“ im Winter nicht. Wer aber einen Spaziergang durch die Restrunde erwartet hatte, sah sich getäuscht. Schon nach dem ersten Spiel gegen den SV Hamwarde ist der OSV auf dem Boden der Tatsachen zurück. Die abstiegsgefährdeten Gäste kauften ihnen trotz arger Personalnot – nur ein Ersatzspieler – mit Kampf und Einsatz den Schneid ab, gewannen 4:2. „Oststeinbek ist überheblich aufgetreten. Bei denen ging es vorher nur um die Höhe ihres Sieges“, sagte SVH-Trainer Thorsten Gloor.
Umwälzungen: Der TuS Aumühle-Wohltorf stellt seine Fußball-Abteilung neu auf. Abteilungsleiter Jürgen Urbanski hat bereits aufgehört. Bei Liga-Obmann Thomas Schuhmacher stehen die Zeichen auf Trennung am Saisonende. Und auch Trainer Maxwell Phelps muss nach dieser Serie gehen. „Wir wollen die Zusammenarbeit zwischen den Herrenteams und der Jugend verstärken“, sagt Jan Kunze, der sich die Abteilungsleitung mit Oliver Asshauer teilt. Heute erfährt die Mannschaft, wer neuer Trainer wird. Nach Informationen unserer Zeitung handelt es um Mario Friedrich (zuletzt SC Schwarzenbek). Derweil verloren die Aumühler gegen Curslacks „Zweite“ ihren Heim-Nimbus. Das 1:4 war die erste Niederlage in dieser Saison an der Sachsenwaldstraße.
Suspendiert: Der 2:1-Sieg der Lauenburger SV beim FSV Geesthacht II war Spiel eins nach Nico Methe. Die Lauenburger suspendierten ihr „Enfant terrible“ bis zum Sommer. Grund: wiederholte Disziplinlosigkeit auf und abseits des Platzes. „Sportlich ist das schade, aber irgendwann geht es nicht mehr“, sagt LSV- Coach Helmut Kiehn. Methe hat 19 Saisontreffer erzielt.
Ende der Leichtigkeit:
Zweites Spiel, zweites Remis, Tabellenführung futsch – der SV Altengamme II kommt nach dem Winter nicht in den Tritt. Gegen den FC Lauenburg, der jüngst eine 0:8-Schlappe beim SVCN II kassierte, kamen die Vierländer nicht über ein 1:1 hinaus. Ist das etwa Aufstiegsangst? „Nein, Angst haben wir nicht. Uns fehlt die Leichtigkeit, die uns in der Hinrunde so stark gemacht hat“, sagt SVA-Trainer Frank Graf.
Zeichen gesetzt: Mit 82 Toren stellt der ASV Bergedorf die beste Offensive der Liga. Allein in den vergangenen beiden Spielen erzielten die „Elstern“ 17 Tore. Sieben davon gehen auf das Konto von Winterneuzugang Sandro Schraub (kam aus Lohbrügge). Beim jüngsten 9:1 bei Lohbrügge II traf ein weiterer Neuzugang dreimal: Felix Rehr (FC Bergedorf). „Solche Spieler hole ich nicht, wenn ich Siebter oder Achter werden will. Wir wollten ein deutliches Zeichen in Richtung Aufstieg setzen“, betont Coach Jörg Franke.
Leichtes Programm: Während sich die übrigen Spitzenteams in direkten Begegnungen noch Punkte wegnehmen, hat der neue Spitzenreiter Düneberg ein vermeintlich leichtes Programm – allerdings mit vielen Derbys, die bekanntlich ja immer eigene Gesetze haben. Noch so ein Satz fürs Phrasenschwein gefällig? „Diese Spiele müssen erst noch gespielt werden“, sagte DSV-Trainer Dennis Tornieporth nach dem 4:1 gegen den TSV Gülzow.
Skiurlaub: Nach dem überraschendem Remis bei Ex-Spitzenreiter Altengamme II wollte die TSG Bergedorf im „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen Glindes „Zweite“ nachlegen. Doof nur, dass ausgerechnet jetzt sieben Spieler im Skiurlaub weilten. Wenig überraschend setzte es eine 1:3-Niederlage, nach der die Luft im Tabellenkeller immer enger wird. „Mit diesem Kader darf man nicht absteigen. Es steht und fällt aber damit, wer bei den Spielen da ist“, betont TSG-Abteilungsleiter Jörg Schulz.