Kreisligakolumne

Auf Wiedersehen, Escheburger SV!

Timo Wind vom Escheburger SV kann es nicht fassen. Seine Mannschaft muss absteigen.

Timo Wind vom Escheburger SV kann es nicht fassen. Seine Mannschaft muss absteigen.

Foto: Volker Koch / Koch

Escheburg/Oststeinbek. Der Escheburger SV steigt in die Kreisklasse ab. Der Oststeinbeker SV bleibt der Kreisliga erhalten.

Große Enttäuschung: Ein ums andere Mal nahm Torhüter Jonas Fischer die Kugel in die Hand, um sie vor den gegnerischen Strafraum zu dreschen. Lange Bälle auf Sascha Korndörfer und Dursun Yurtoglu, so lautete das Konzept des Escheburger SV. Doch an Stephan Funk und Felix Bender bissen sich die beiden ESV-Stürmer die Zähne aus. Nicht eine Chance ließen die beiden Innenverteidiger des ASV Bergedorf 85 aus dem Spiel heraus zu.

Dabei brauchten die Escheburger so dringend ein Tor im Abstiegskampf. Doch es blieb ihnen verwehrt. Nach dem Schlusspfiff sackten viele Escheburger auf dem staubigen Grand am Stubbenberg zusammen. Die Enttäuschung stand allen ins Gesicht geschrieben. Nach nur einem Jahr müssen die ESV-Fußballer zurück in die Kreisklasse. Ein Sieg wäre auch unverdient gewesen. Die „Elstern“ ließen beim 0:0 gleich ein halbes Dutzend bester Einschussmöglichkeiten liegen. Mario Meier versuchte nach dem Abpfiff, noch etwas Positives mitzunehmen. Ganz so, als hätte er selbst nicht mehr an den Klassenerhalt geglaubt. „Wir haben gekämpft, wollten mit Würde absteigen“, sagte der ESV-Trainer. Und nun also alles auf Null. Meiers größte Hoffnung: „Dass wir im Herbst einen Kunstrasen bekommen.“

Verhaltene Freude: Als sich um die 80. Minute herauskristallisierte, dass der Oststeinbeker SV die Partie beim SC Schwarzenbek II verlieren würde (Endstand 1:2), wurde Maxwell Phelps zum ersten Mal nervös. Einen Seniorenspieler mit einer Verbindung zur Partie in Escheburg hatte der Trainer des Oststeinbeker SV in der ersten Hälfte noch weggeschickt. Jetzt winkte er ihn heran, um den Zwischenstand und später das Endergebnis zu erfahren. Nachdem am Stubbenberg Schluss war, sprach Phelps von „einem seltsamen Gefühl“, das ihn beschlich. Erleichterung ja, Euphorie ob des Klassenerhalts nein. „Wir waren beim Anpfiff nur zwölf Spieler“, monierte Phelps. Vor allem die fehlende Leidenschaft im Team nahm der Coach zum Anlass, schon vor einigen Wochen seinen Abschied zu erklären. Dass er lange ohne Engagement bleiben wird, ist unwahrscheinlich. Phelps gehört zu denen, die nicht ohne Fußball können.

Torhunger: In seinem letzten Spiel beim Düneberger SV durfte Trainer Dirk Gastein noch einmal als Spieler ran. „Er musste so lange auf dem Feld bleiben, bis er ein Tor schießt“, erklärte Trainerkollege Jörn Basenau, der in Zukunft nur noch im Umfeld des Teams tätig sein wird. In der 42. Minute traf Gastein zum 7:0 gegen den SC Europa, acht Minuten später durfte er raus. Am Ende siegte der DSV 18:0, womit die Düneberger auf 143 Saisontreffer kommen. In Hamburg waren mit dem HFC Falke (159, KK 5) und dem TSC Wellingsbüttel (145, KL 5) nur zwei Teams torhungriger.