Altengamme – Ohe 0:2

Schiri wird zum Lebensretter

Sven Altefrohne vom FC Voran Ohe wird auf dem Altengammer Sportplatz abtransportiert

Sven Altefrohne vom FC Voran Ohe wird auf dem Altengammer Sportplatz abtransportiert

Foto: Wilfried Zerbian / BGZ

Altengamme. Ohes Fußballer Sven Altefrohne bleibt nach Zusammenprall bewusstlos liegen. Schiedsrichter Michael Ehrenfort leistet Erste Hilfe.

Altengamme. Den Knall kann man noch am Seitenrand hören. Und sofort ist klar: Hier ist etwas Schlimmes passiert. Beim Landesligaspiel zwischen dem SV Altengamme und Voran Ohe rasseln Sascha Göttmann (SVA) und Sven Altefrohne (Ohe) unabsichtlich mit voller Wucht mit den Köpfen zusammen. Während sich Göttmann nach kurzer Zeit aufrappelt, bleibt der kurz zuvor eingewechselte Oher bewusstlos liegen – minutenlang. Zum Glück wird die Begegnung von Michael Ehrenfort gepfiffen. Der Schiedsrichter von TuRa Harksheide ist Arzt und versorgt den Verletzten, bis der Rettungshubschrauber eintrifft und Alte­frohne zur weiteren Untersuchung ins UK Boberg fliegt.

30 Minuten wie eine Ewigkeit

Nach nur 30 Minuten, die einem aber wie eine Ewigkeit vorkommen, geht die Partie, die die Oher am Ende mit 2:0 gewinnen, weiter. Doch Fußball ist längst nur noch Nebensache. „Der Ausgang ist am Ende des Tages egal“, räumt SVA-Trainer Daniel Andrade ohne Umschweife ein.

Die Vierländer hatten in einem kampfbetonten Spiel mit wenig Torchancen die besseren Möglichkeiten. Zweimal kommt Innenverteidiger Daniel Wulff nach einer Ecke zum Kopfball. Der erste Versuch wird auf der Linie geklärt (10.), der zweite geht aus kurzer Distanz übers Tor (21.).

Lang trifft zum 1:0

Ohe ist da effektiver. Gleich mit ihrer ersten Chance gehen die Gäste in Führung. Einen Freistoß von Robin Woost köpft Phillip Lang zum 1:0 ins Netz (11.). Ausgerechnet jener Lang, der gegen Vorwärts-Wacker Billstedt noch der Depp gewesen war. Beim 1:5 waren Lang ein Eigentor und ein haarsträubender Fehler unterlaufen. Zudem hatte der Linksverteidiger einen Elfmeter verursacht.

An normalen Tagen hätte also Lang im Mittelpunkt gestanden. Oder Wulff, der nicht nur die beiden Altengammer Chancen vergab, sondern mit einem zu kurzen Rückpass auch noch Agit Aydin den Treffer zum 2:0-Endstand ermöglichte (90.).

Glimpflich überstanden

Doch jetzt ist es Altefrohne. Am Abend schickt der Unglücksrabe die erlösende Nachricht. „Moin Männer, mir geht es soweit ganz gut“, schreibt er seinen Teamkollegen. Altefrohne hat „nur“ eine schwere Gehirnerschütterung erlitten, doch der Kopf hat keine weiteren Schäden davongetragen. Bereits gestern konnte er das Krankenhaus wieder verlassen. Auch dank des beherzten Eingreifens von Schiedsrichter Ehrenfort.

Die Teams
SVA: Schwartz; K. Herzberg (84. Graf), Kastl, Wulff, D. Herzberg; Göttmann (70. Peters); Bierwagen, Voß (60. Kücken), K. Heitmann, Buck; P. Heitmann.
Ohe: Baasch; Schenkenberg, Stritzke, Walek, Lang; Kröger, Dülsen; Johnsen (61. Altefrohne/68. Pflug), Woost (85. Schipper), Aydin; Nücherlein.