FUSSBALL

„Wenn wir alles gewinnen, wer soll uns dann schlagen?“

Dünebergs Eugen Schmidgal (vorn) hält sich Justin Gauger (ASV) vom Leib.

Dünebergs Eugen Schmidgal (vorn) hält sich Justin Gauger (ASV) vom Leib.

Foto: Thomas Rokos / Rokos

Dünebergs Trainer Jörn Basenau erklärt in unserer Kreisligakolumne, warum sein Team aufsteigt. Umwälzungen gibt es beim FC Lauenburg.

Fußballspruch des Jahres: Die „Deutsche Akademie für Fußball-Kultur“ kürt alle zwölf Monate den Fußballspruch des Jahres. Preisträger ist derzeit Sebastian Prödl (ehemals Werder Bremen), der vor einem Spiel gegen den FC Bayern sagte: „München ist wie ein Zahnarztbesuch. Muss jeder mal hin. Kann ziemlich wehtun, aber auch glimpflich ausgehen.“ Für die kommende Auszeichnung wärmstens empfohlen hat sich nun Trainer Jörn Basenau vom Fußball-Kreisligisten Düneberger SV. Angesprochen auf die Aufstiegsaussichten seines Teams stellte er fest: „Wenn wir alle Spiele gewinnen, wer soll uns dann noch schlagen?“ Der ASV Bergedorf jedenfalls nicht, der wurde mit einer 1:8-Packung nach Hause geschickt.
Ärger über Spielverlegung: Eine Mitteilung des Bergedorfer Bezirksamtes an den Hamburger Fußball-Verband sorgt sowohl beim ASV als auch beim FC Bergedorf 85 für Missstimmung. Weil an den Sander Tannen die Heizung in den Kabinen an den Kunstrasenplätzen saniert wird, wurde die Anlage für das kommende Wochenende gesperrt. Der Verband verlegte das ASV-Heimspiel gegen Lohbrügge II auf Dienstag (19 Uhr), Landesligist FCB soll zur gleichen Zeit am Mittwoch gegen Vorwärts-Wacker Billstedt antreten. „Das finde ich nicht lustig. Wir haben eigene Kabinen, und die sind warm. Die kann auch der FCB nutzen. Außerdem sind die Birnen in zwei Flutlichtmasten kaputt“, protestierte ASV-Coach Jörg Franke vehement, aber vergeblich.
Spannung garantiert: Beim FC Lauenburg ist immer was los. Sieben Tore fallen im Schnitt in Partien mit Beteiligung der Elbestädter. Gegen die TSG Bergedorf waren’s sogar elf (Endstand 5:6). Derweil gehören Dursun Yurtoglu und Nico Methe nicht mehr zum Kader. „Das waren Unruheherde“, sagt Trainer Kadir Gündüz. Die Zukunft von Furkan Kocaman und Maurizio Gabriele ist offen. Gabriele hat zweimal in Folge Gelb-Rot gesehen und dabei alle (!) Karten wegen Meckerns erhalten. Neu beim FCL ist Timo Lenz (Boizenburg/ehemals LSV).
Tolles Comeback: Ein Kreuzbandriss zu Jahresbeginn legte Christoph Behn auf Eis. Gegen Willinghusen feierte der Stürmer des SV Curslack-Neuengamme nun ein tolles Comeback. Beim Stand von 1:2 eingewechselt markierte der 22-Jährige den umjubelten Treffer zum 2:2-Endstand.
Taktik durchschaut: Zweimal hatte sich Altengamme II zuletzt mit der gleichen Kontertaktik gegen den MSV Hamburg II durchsetzen können. „Aller guten Dinge sind drei“, sagte sich daher Trainer Frank Graf und lag damit zur Pause daneben. Der MSV führte 2:0. In der Halbzeit korrigierte Graf die Ausrichtung und schon lief’s. Mit offensivem Pressing retteten die Vierländer noch ein Remis (2:2). Beide Tore erzielte der blendend aufgelegte Philipp Ahrens. Seitdem er Vater ist, traf er in vier Partien zehnmal.
Völlig aus dem Tritt: Die vierwöchige Spielpause ist dem kriselnden SV Hamwarde nicht bekommen: Nach 39 Minuten hieß es gegen Lohbrügge II 0:4 (Endstand 2:4). „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir nichts mit unten zu tun bekommen“, sagt Daniel Mauritz, Trainer des Tabellen-13.