Kreisligakolumne

Wehe, wenn die Aufsteiger kommen!

Viktor Schner vom SC Schwarzenbek II steigt zum Kopfball hoch. Hamwardes Mustafa Akgül schaut zu.

Viktor Schner vom SC Schwarzenbek II steigt zum Kopfball hoch. Hamwardes Mustafa Akgül schaut zu.

Foto: Volker Koch / Koch

Der Oststeinbeker SV kann einfach nicht gegen Aufsteiger gewinnen. Derweil trennte sich die TSG Bergedorf von ihrem Trainer.

Aufsteigerphobie: Der Fußball-Kreisligist Oststeinbeker SV kann einfach nicht gegen Aufsteiger punkten. Gegen Escheburg (1:3) und die TSG Bergedorf (1:2) hatten die „Men in Black“ bereits verloren, nun setzte es auch im dritten Duell, beim ASV Bergedorf 85, eine Niederlage. Nach dem 2:3 beklagte OSV-Trainer Maxwell Phelps die übertriebene Härte der „Elstern“. „Die müssen zwei Rote Karten bekommen“, sagte Phelps. „Man kann da Gelb-Rot oder Rot geben“, räumte ASV-Coach Jörg Franke ein. Sein Team befindet sich im Aufwind, holte zuletzt zehn Punkte aus vier Partien.
Blamage: Der Escheburger SV blamierte sich beim SC Europa bis auf die Knochen – Endstand „nur“ 1:1. „Irgendwen erwischt es immer zuerst“, sagte ESV-Trainer Mario Meier und kündigte ein Straftraining an. Zuvor hatten die „Europäer“ zwölf Mal auf die Mütze bekommen (Torverhältnis 6:69).
Familienzuwachs: Im Nachbarschaftsduell beim SV Hamwarde musste der SC Schwarzenbek II auf Co-Trainer Denis Dick verzichten. Das hatte einen freudigen Anlass: Dick wurde am Spieltag Vater eines Sohnes (Henri). Von der Mannschaft gab es ein 4:0 als Geschenk. Gar nicht zum Lachen war SVH-Trainer Daniel Mauritz: „Wenn man sich so doof anstellt wie wir, kann ich nur sagen: Herzlich Willkommen im Abstiegskampf!“
Fehlentscheidung: Philipp Ahrens (SV Altengamme II) hatte nur noch André Ritter vor sich. Beim Versuch den Torhüter des VfL Lohbrügge II zu umkurven, wurde Ahrens von Ritter zu Fall gebracht. „Das muss Rot sein“, räumte selbst VfL-Coach Sebastian Dietz ein. „Aber wir haben einen Lauf. Da hat man selbst in solchen Situationen Glück.“ Der Referee beließ es bei Gelb. Der VfL konnte es sich zudem leisten, einen Elfmeter zu vergeben, und gewann dennoch zum sechsten Mal in Folge. Der SVA verlor derweil nicht nur 1:2, sondern auch Torwart Torsten Schwarz mit Bänderriss in der Schulter.
Getrennt: Die TSG Bergedorf und Trainer Angelos Tsikas gehen fortan getrennte Wege. Der Verein beendete das Engagement mit dem Aufstiegstrainer zum 31. Oktober. Auf der Bank hatte er jedoch bereits die vergangenen drei Partien nicht mehr gesessen. „Die Chemie zwischen Trainer und Mannschaft hat nicht mehr gestimmt“, sagt Abteilungsleiter Jörg Schulz, der das Team interimsweise betreut. Vielleicht ist ein Nachfolger aber schnell gefunden. „Ich habe in dieser Woche drei Bewerbungsgespräche“, so Schulz weiter.
Gerissen: Elf Partien war der Düneberger SV ungeschlagen, doch in Willinghusen hat es das Team vom Silberberg wieder mal erwischt (0:1). Kein Grund Trübsal zu blasen, findet Co-Trainer Jörn Basenau: „Wir werden mit den Jungs jetzt unsere Ziele neu definieren.“ Bisher war offiziell Platz drei bis sechs angepeilt worden, jetzt dürfte der Aufstieg ausgerufen werden. Zumal mit Nasser El Osman (zuletzt Aumühle) eine Verstärkung bereits auf seinen ersten Einsatz brennt.
Spielermangel: Alle Versuche, sich von der „Ersten“ und „Dritten“ Spieler zu leihen, halfen nicht. Der SV Börnsen II bekam für die Partie beim SVCN II keine Mannschaft zusammen und verlor kampflos.