Oststeinbek

Rendezvous mit dem Ex

Die Oststeinbekerinnen Wiebke Böttcher (Mitte) und Maren Fehrs (rechts) stellen den Block gegen Julia Schulze vom 1. VC Parchimµ

Die Oststeinbekerinnen Wiebke Böttcher (Mitte) und Maren Fehrs (rechts) stellen den Block gegen Julia Schulze vom 1. VC Parchimµ

Foto: Thomas Rokos

Die Ostbek Cowgirls starten mit einem alten Bekannten als Trainer in die neue Regionalliga-Saison.

Oststeinbek.  Acht Jahre lang hatte zwischen den Volleyballerinnen des Oststeinbeker SV und Uli Böttcher alles gepasst. Es war eine glückliche Verbindung, deren Weg von großem Erfolg gepflastert war. 2007 hatte Böttcher die Cowgirls übernommen, peu à peu entwickelte sich das Team weiter. 2013 gelang der Aufstieg in die Regionalliga, in der die Oststeinbekerinnen in der vergangenen Saison einen grandiosen vierten Platz belegten. Doch wie es manchmal auch in guten Beziehungen ist: Man lebt sich auseinander. „Die Mannschaft kam auf mich zu und meinte, sie wolle sich neu inspirieren lassen“, erzählt Böttcher, der ebenfalls Lust auf Neues hatte. Also trennten sich beide Parteien. An diesem Sonnabend starten die Ostbek Cowgirls mit der Auftaktpartie gegen den 1. VC Parchim (16.30 Uhr, Meessen) in die erste Post-Böttcher-Saison.

„Er bringt uns weiter“

Wie es nach Trennungen so ist, erinnert man sich dann auch an Verflossene. Und so kommt es, dass mit Jörg Förster nun Böttchers Vorgänger wieder das Zepter bei den Cowgirls schwingt. „Er ist ein sehr kompetenter Trainer und ein umgänglicher Typ“, meint OSV-Abteilungsleiter Jan Schneider. OSV-Spielerin Anne Domroese ist sich ebenfalls sicher, die richtige Wahl getroffen zu haben: „Wir wissen, dass er zu uns passt und uns weiterbringt.“ Weil Förster bis vor einer Woche aber noch beruflich in Berlin tätig war, musste die ehemalige Zweitliga-Spielerin die Vorbereitung leiten. „Das lief nicht ganz optimal, aber ich habe trotzdem ein gutes Gefühl“, sagt Domroese. Das liegt vor allem an den Neuzugängen. Mit Zuspielerin Marie Fleischmann (TSV Schwarzenbek), Elisa Braun (HSG Uni Greifswald) und Marie-Christin Schmerer (pausierte) im Mittelblock sowie Libera Laura Mathias (VT Aurubis) hat sich der OSV ordentlich verstärkt.

Laura Mathias kommt aus der ersten Liga

Besonders Mathias könnte für Furore sorgen. Die 20-Jährige spielte in der vergangenen Saison in der Bundesliga und möchte sich nun vermehrt auf ihr Studium zur Polizeibeamtin konzentrieren. „Wir sind richtig heiß auf den Saisonstart“, sagt Domroese. Als Ziel haben sich die Oststeinbekerinnen eine gute Mittelfeldplatzierung gesetzt, wobei den Cowgirls dieses Jahr mehr zuzutrauen ist. Den Angriff auf ganz oben möchte Domroese nicht ausgeben, aber sie sagt: „In dieser Liga kann jeder jeden schlagen.“

Die ersten Punkte der neuen Spielzeit wollen die Oststeinbekerinnen nun gegen den 1. VC Parchim holen. Das hatte zuletzt nicht so gut geklappt. Im letzten Spiel der Vorsaison unterlag der OSV Parchim mit 2:3. „Wir haben noch etwas gutzumachen“, sagt Domroese. Für Ex-OSV-Coach Böttcher startet die Saison übrigens am Sonntag. Er trainiert jetzt den Staffelkonkurrenten VG WiWa II.