GSK Bergedorf

Polizeieinsatz beim GSK nach dem Pokal-Aus

Foto: Damm / Olaf Damm

Bergedorf. Nur unter Polizeischutz konnten Schiedsrichter Adrian Höhns (TuS Dassendorf) und sein Gespann die Anlage des Fußball-Landesligisten GSK Bergedorf verlassen. Nach dem Aus im Pokal gegen den SC Concordia (7:8 nach Elfmeterschießen) soll Linienrichter Sven Dembkowski (VfL Lohbrügge) von einem Fan geschlagen worden sein.

Während der Partie hatte Höhns mehrere umstrittene Entscheidungen gefällt. Erst dank eines fragwürdigen Elfmeters war Concordia überhaupt in die Verlängerung gekommen (1:1 nach 90 Minuten). In dieser hätte Höhns zweimal auf Strafstoß für den GSK entscheiden können und einmal müssen. Letztlich siegte Concordia nach 16 Schützen im Elfmeterschießen.

Doch selbst Gästetrainer Andreas Führer räumte hinterher ein: „Mir tut es leid, dass wir den Sieg mehr oder minder geschenkt bekommen haben.“ Nach Spielschluss blieb es unter den Zuschauergruppen bei Wortgefechten (Führer: „Das sind Emotionen, die zum Fußball gehören“), das „Cordi“-Team konnte den Platz unbehelligt verlassen.

Am Container der Schiedsrichter spielten sich andere Szenen ab. Wütende GSK-Anhänger sollen die Unparteiischen wüst bepöbelt und bedroht, einer von ihnen soll Dembkowski ins Gesicht geschlagen und in den Bauch getreten haben. Daraufhin riefen die Schiedsrichter die Polizei, die mit einem Streifenwagen erschien.

Bis die Beamten eintrafen, kümmerte sich GSK-Trainer Hakan Karadiken um die Referees. „Wir sind von oben bis unten vom Schiedsrichter beschissen worden sind. Aber das nach dem Spiel muss nicht sein“, sagte Karadiken, der sich am Mittwochabend auch zum 1. Vorsitzenden wählen lassen will.

SVCN und SCVM ausgeschieden

Neben dem GSK sind auch die letzten beiden Oberligisten aus dem Heimatgebiet ausgeschieden. Der SV Curslack-Neuengamme unterlag Staffelkonkurrent Meiendorfer SV mit 1:2 (0:1). Alexander Pohlmann gelang dabei lediglich der zwischenzeitliche Ausgleich. Der SC Vier- und Marschlande verlor sein Nachholspiel der zweiten Runde verdient beim Landesligisten Oststeinbeker SV mit 0:1 (Tor: Damian Stenzel). Der OSV trifft in Runde drei nun auf die TuS Dassendorf.

Bereits in der vierten Runde stehen der SC Schwarzenbek, der sich in einer spannenden Partie mit 3:2 in der Verlängerung gegen den FC Voran Ohe durchsetzte und der SV Nettelnburg/Allermöhe nach einem 1:0 beim TuS Aumühle-Wohltorf.

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