Fußball-Oberliga

Eine Absage und ein Neuer

Foto: Thomas Rokos

Bergedorf. Auftakttraining bei Bergedorf 85: Yasar Koca geht jetzt doch zum GSK Bergedorf. Frank Saaba (BU) trainiert zur Probe mit.

Auftakt an den Sander Tannen: 21 Akteure sind beim ersten Trainingsspiel des Fußball-Oberligisten Bergedorf 85 dabei. Doch einer, der kommen sollte, fehlt an diesem kalten Abend: Yasar Koca. Nachdem ihn der GSK Bergedorf bereits als Neuzugang geführt hatte, sagte der kantige Innenverteidiger vor gut einer Woche bei den „Elstern“ zu. Jetzt folgte die Rolle rückwärts. Da ihm GSK-Sponsor HAKA eine Lehrstelle anbot, entschied sich der 22-Jährige nun doch für den Landesligisten.

Damit fehlt „85“ ein Defensiver, der neben Ishmael Brown spielt. Jan Savelsberg wäre so einer. Gespräche hat es bereits gegeben. Der 24-Jährige, zwischen 2007 und 2009 zwei Jahre an den Sander Tannen, liegt im Clinch mit seinem aktuellen Klub Altona 93. Doch mittlerweile sind auch andere Vereine wie Aufsteiger FC Elmshorn auf ihn aufmerksam geworden. „Jan Savelsberg wäre genau der Richtige“, sagt Olaf Poschmann. Doch auch wenn der Transfer nicht klappt, will Bergedorfs Trainer „nichts übers Knie brechen.“ Überhaupt wirkt der „Elstern“-Coach so, als könne ihn nach fast zehn Monaten „85“ nichts mehr schocken. Was wohl ob der chaotischen Saison stimmt. „Es wird nicht einfach, aber ich denke, wir haben einen guten Kader zusammen“, schaut Poschmann optimistisch in die Zukunft.

Ob Frank Saaba eine bei den „Elstern“ hat, ist noch offen. Der hochaufgeschossene 25-Jährige spielt in dieser Woche zur Probe mit. „Aufgrund seiner Körperstatur können wir so Spielertypen gut gebrauchen“, weiß Poschmann. Saaba ist in der vergangenen Saison mit BU in die Oberliga aufgestiegen und jetzt nach Bergedorf gezogen.

Einer, der beim Trainingsspiel nicht mitmachen konnte und daher nur Runden drehte, war Roman Schmer. Der „Sechser“ hat einen Mittelhandbruch erlitten und hofft, in zwei Wochen ins Mannschaftstraining einsteigen zu können. Der 24-Jährige soll eine der tragenden Säulen werden. Warum ihn Poschmann so schätzt, lässt sich auch an Sätzen wie folgendem ablesen. „Für mich ist das Wohlbefinden wichtiger als das Geld“, sagt Schmer über seine Entscheidung pro „85“. Das haben einige seiner Ex-Teamkollegen anders gesehen.