Oststeinbeker SV

Mehr Durchblick im Abstiegskampf

Foto: Bode / Hanno Bode

Am Sonntag empfängt in der Fußball-Oberliga Bergedorf 85 den abstiegsgefährdeten Oststeinbeker SV. Bei beiden Mannschaften stehen die Planungen für die kommende Spielzeit im Vordergrund.

Konkrete Aussagen zur Arbeit des scheidenden Spieler-Managers Söhren Grundzinski beim Oststeinbeker SV (Grundzinski geht in gleicher Position nach Bramfeld) vermeidet OSV-Trainer Stefan Kohfahl. Dass er mit ihr aber nicht zufrieden ist, klingt indes unverhohlen durch. „Bis vor zehn Tagen hatte ich nicht eine einzige Zusage für die nächste Saison“, sagt Kohfahl, ergänzt aber stolz: „Jetzt habe ich auch nächstes Jahr eine Mannschaft zusammen, weil ich es zu meiner Aufgabe gemacht habe, mit den Spielern zu sprechen.“

So haben Torhüter Christoph Werth, Routinier Michael Weiß, Christian König und Fatih Okur sowie fünf A-Junioren des JFV Hamburg-Oststeinbek am Meessen zugesagt. Zuversichtlich ist Kohfahl zudem bei Felix Rehr sowie Seyhmus Atug und Gideon Knüppe, zumindest wenn die beiden Letztgenannten keinen Regionalligisten finden sollten, dem sie sich anschließen können. Dass beim OSV-Coach, der sich immer noch mit den Folgen einer Hornhautentzündung herumplagt, hinsichtlich der Kaderplanung wieder mehr Durchblick herrscht, findet er im Abstiegskampf unerlässlich. „Das sind Baustellen, die in unserer Situation geschlossen werden müssen. Rugenbergen und Paloma sind uns da voraus, was man an ihren Ergebnissen sieht“, sagt Kohfahl.

Positive Resultate müssen auch die Oststeinbeker liefern, soll der Landesliga-Abstieg vermieden werden. Schließlich ist Paloma bis auf einen Zähler an die „Men in Black“ herangerückt. Ob der OSV allerdings am Wochenende sein Punktekontingent ausbauen kann, erscheint ob der schweren Aufgabe bei Bergedorf 85 (Sonntag, 15 Uhr, Sander Tannen) zumindest fraglich.

Beim Tabellenzweiten will der 1. Vorsitzende Ronny Wenzel in den kommenden Tagen ein Konzept für die neue Saison vorstellen. „Wir müssen die Strukturen verbessern und in der Außendarstellung souveräner werden“, mahnt Trainer Olaf Poschmann, dessen Verbleib bei den „Elstern“ aber wohl nur Formsache ist.

Dass auch Kapitän Sascha de la Cuesta dann noch bei den Bergedorfern spielt, darauf dürfen die „85“-Anhänger zumindest weiter hoffen. „Ich beende im November meine Ausbildung. Es muss alles passen. Ich werfe zwei Jahre nicht weg, nur um eine Liga höher zu spielen“, sagt der zweitbeste Oberliga-Scorer und schickt noch ein Versprechen hinterher. „Zum SC Victoria gehe ich auf keinen Fall. Innerhalb Hamburgs werde ich gar nicht wechseln.“