Talent des Jahres

Frederik Spreckelsen hat eine harte Schule durchlaufen

Foto: Thomas Rokos

Schwarzenbek. Mit seinen 14 Jahren ist Frederik Spreckelsen der jüngste Kandidat bei unserer Wahl zum „Talent des Jahres“ (Höchstalter 21 Jahre).

Doch trotz seiner Jugend hat der Tischtennisspieler des TSV Schwarzenbek im vergangenen Jahr für Furore gesorgt: Frederik debütierte bei den Europastädtern in der dritthöchsten Spielklasse Deutschlands, der Regionalliga. Er gewann zwei renommierte internationale Schüler-Turniere in Tschechien und der Slowakei und kletterte in der Schüler-Bundesrangliste auf den siebten Platz. Mit diesen Resultaten spielte sich Frederik auch ins Notizbuch des Bundestrainers.

„Das war ein gutes Jahr“, sagte der Gymnasiast lapidar. Besonders freute er sich allerdings über seinen ersten Sieg in der Regionalliga. Am 13. November rang er den neun Jahre älteren Florian Laskowski vom MTV Jever in 3:2-Sätzen nieder. „Die Alten zu ärgern ist schön“, findet der Schüler.

„Wenn es so weitergeht, ist mindestens die 2. Bundesliga für Frederik drin. Technisch hat er alles drauf, aber nur 20 Prozent macht das Talent aus, der Rest ist harte Arbeit“, sagt TSV-Teammanager Immo Wegner. Fünf- bis sechsmal trainiert Spreckelsen, dessen Zwillingsbruder Moritz ebenfalls sehr talentiert ist, in der Woche.

„Freddy ist ein aggressiver Spieler, der sich nie versteckt“, beschreibt TSV-Trainer Mirsad Fazlic den norddeutschen Vizemeister. „Mental ist er gut drauf“, bestätigt Wegner. „Aber er ist ja auch durch die harte Schule unserer 3. Herren gegangen. Die alten Säcke haben dafür gesorgt, dass er auf dem Boden bleibt.“ Die Erfahrung zahlt sich nun aus. Wer weiß, wo sie noch hinführt.