Heidenheim

Lasogga hält HSV auf Bundesliga-Kurs

Torjäger rettet mit seinem Treffer das 2:2 in Heidenheim

Heidenheim.  Torfabrik Pierre-Michel Lasogga hält mit seiner Treffsicherheit den Hamburger SV in der Zweiten Liga auf Aufstiegskurs. Mit seinem zehnten Saisontreffer rettete der 27 Jahre alte Goalgetter dem HSV ein hart erkämpftes, aber wohlverdientes 2:2 (1:1) beim heimstarken 1. FC Heidenheim – und hielt die Verfolger damit auf Distanz.

Dennoch wird es für den HSV noch ein hartes Stück Arbeit, das Saisonziel der direkten Rückkehr ins Fußball-Oberhaus zu realisieren. Auch wenn der HSV nach dem 22. Spieltag die besten Karten in der Hand hat. Denn die Hanseaten führen die Tabelle mit 44 Punkten nun vor Union Berlin (40), dem 1. FC Köln (39) und den aufstrebenden Heidenheimern (38) an.

Allerdings: Wie groß die HSV-Abhängigkeit von PML-10 (Lasogga hat die Rückennummer 10) ist, macht die Statistik der laufenden Saison deutlich. Exakt ein Drittel aller 30 HSV-Treffer gehen auf das Konto des Spitzenverdieners, der zudem im DFB-Pokal viermal erfolgreich war. Mehr noch: In den zehn Punktspielen mit Lasogga in der Startelf holte der HSV bei acht Siegen und zwei Unentschieden im Schnitt 2,6 Zähler. In den zwölf Spielen ohne ihn in der Anfangsformation (5 Siege/3 Unentschieden/4 Niederlagen) waren es lediglich 1,5.

Der Teilerfolg in Heidenheim war neben Lasogga vor allem der Moral zu verdanken. Denn trotz des Fehlens von Kapitän Aaron Hunt sowie der Stamm-Außenverteidiger Gotoku Sakai und Douglas Santos warf auch ein zweimaliger Rückstand die junge HSV-Truppe nicht um. Winter-Zugang Berkay Özcan (30.) und Lasogga (70.) schafften jeweils den Ausgleich für den HSV. „Wir haben einen Punkt gewonnen, aber auch zwei verloren. Bei allem Respekt vor dem Gegner – wir hätten schon gerne gewonnen. Aber es war gut, nach zweimaligem Rückstand zurückzukommen“, Trainer Hannes Wolf. „Es wird bis zum letzten Tag eng. Das ist einfach die Liga. Das haben auch die anderen größeren Vereine erlebt, die in den letzten Jahren in dieser Liga gespielt haben“, fügte der 37-Jährige hinzu.

Am kommenden Sonntag sind die Hanseaten erneut auswärts gefordert. Bei Jahn Regensburg wollen sie sich für das noch unter Wolfs Vorgänger Christian Titz erlittene 0:5-Heimdebakel revanchieren. Wolf hofft, dass neben Sakai (Rotsperre abgelaufen) auch der in Heidenheim schmerzlich vermisste Linksverteidiger Santos wieder dabei ist. Ihn ersetzte Khaled Narey, da der als Ersatz vorgesehene Josha Vagnoman kurzfristig passen musste. Narey überzeugte in ungewohnter Rolle und war als Vorbereiter am Lasogga-Tor beteiligt.

Der wurde einmal mehr zum Retter des HSV, für den FCH ist er schon jetzt ein Schreckgespenst: Im Hinspiel sorgte die Sturmkante mit einem Dreierpack im Alleingang für den 3:2-Heimsieg. „Ein Torjäger wie er lässt sich eben nicht zweimal bitten“, stöhnte FCH-Coach Frank Schmidt. „Es ist eine Herausforderung, ihn zu stoppen.“ Da dies nicht klappte, konnte der zehnfache Saisontorschütze frohlocken. „Zweistellig zu treffen, ist immer schön“, meinte Lasogga grinsend.