TSV Schwarzenbek

Sportler freuen sich auf ihr neues Beachfeld

Der TSV Schwarzenbek bekommt neues Beachfeld. Jens Dannemann freut sich auf die ersten Turniere.

Der TSV Schwarzenbek bekommt neues Beachfeld. Jens Dannemann freut sich auf die ersten Turniere.

Foto: Stefan Huhndorf

Zwei Jahre mussten die Beachvolleyballer und -Handballer auf diesen Moment warten: Jetzt bekommen die Sportler eine „Sandkiste“.

Schwarzenbek.  Die Stadt Schwarzenbek baut an der Buschkoppel die neue Kita Kichererbse und stellt zwischen der TSV-Sporthalle und dem Neubau eine Beachfläche her. Ehrenamtliche Helfer der Volleyball-Abteilung, zu denen vor allem Jens Dannemann, Rene Drewel und Abteilungsleiter Stefan Voß gehören, bereiten den neuen Seecontainer und die Volleyballanlage bereits für den Start vor.

Volleyballer begutachtet die Baufortschritte

„Wir freuen uns, wenn wir in wenigen Wochen auf der neuen Beachfläche hier bei uns an der Buschkoppel spielen können, und wir werden unsere neue Anlage trotz Corona-Beschränkungen gebührend einweihen. Darauf bereiten wir uns aktuell in Abstimmung mit den Verantwortlichen der Baustelle vor“, sagt Volleyballer Jens Dannemann, der wöchentlich die Fortschritte begutachtet.

„Die Zusammenarbeit mit der Stadt läuft gut, auch wenn das neue Beachfeld natürlich wesentlich kleiner ausfällt als bisher“, sagt TSV-Geschäftsführer Florian Leibold. Zwei Jahre haben die Sportler wegen der Bauarbeiten ganz auf das Beachfeld verzichten müssen, als die Planung für die Kita begann, stand die Sportfläche ganz auf der Kippe. Nach massiven Protesten der Sportler kam es zu dem Kompromiss, die Kita so zu planen, dass es weiterhin eine Beachfläche gibt.

Aus acht Plätzen werden jetzt zwei

„Bisher hatten wir acht Plätze, jetzt sind es noch zwei. Es wird aber nicht möglich sein, wie bisher parallel Beachvolleyball und Beach-handball zu spielen. Denn für Handball benötigen wir beide Plätze“, erläutert Jens Dannemann. Die beiden Flächen liegen parallel zur Außenwand der Sporthalle und grenzen auf der anderen Seite an das Außengelände der Kita Kichererbse an. Die Spielfelder sind jeweils 20 mal 40 Meter groß und können zu einer großen Fläche für die Handballer zusammengefasst werden. Der Verlust an Platz ist ein vergleichsweise kleiner Wermutstropfen, denn der Umbau dauert etwa 15 Minuten. Große Turniere wie der „Bahama-Cup“ sind aber in Zukunft nicht mehr möglich.

Qualitativ ist der Neubau, für den der TSV nichts zuzahlen muss, aber eine Verbesserung. „Wir haben lediglich einen alten Schiffscontainer angeschafft, den wir zur Lagerung von Bällen, Netzen und Toren nutzen. Die Herstellung der Plätze zahlt die Stadt“, sagt Florian Leibold. Die Plätze werden mit Beton eingefasst und mit Sand verfüllt. Die Spielfläche wird bis in 40 Zentimeter Tiefe aufgefüllt. „Der Spielfeldrand wird markiert und liegt weit von der Betoneinfassung entfernt. Auch die Pfosten für das Volleyballnetz stehen weit am Rand, sodass die Verletzungsgefahr gering ist“, sagt Dannemann.

Beachfeld war ein Zufallsprodukt nach dem Hallenbau

Das Spielfeld war ein Zufallsprodukt. Als die Sporthalle an der Buschkoppel gebaut wurde, gab es daneben eine Brachfläche, die der Stadt Schwarzenbek gehört und auf der jetzt die Kita Kichererbse gebaut wird. Vor knapp 15 Jahren vereinbarte der damalige TSV-Sportwart Holger Marohn mit dem ehemaligen Schwarzenbeker Bürgermeister Frank Ruppert, dass der Sportverein das 6000 Quadratmeter große Areal nutzen kann. Mit einigen Lastwagen wurde Sand angefahren, so entstand die Beachfläche.

Als 2017 die Entscheidung fiel, dass an dieser Stelle die Kita gebaut werden und die Beachfläche beseitigt werden soll, gab es Streit. Die Sportler pochten zum einen auf ihr Gewohnheitsrecht. Zum anderen hatte der TSV damals selbst die Idee, eine Sportkita zu errichten. Letztlich kam es zum Kompromiss: Es gibt ein kleineres Beachfeld und eine kommunale Kita.