Abschlussfeiern

Zeugnisübergabe in Schwarzenbek ohne Kontakt

„Walk of Fame“ im Eingangsbereich des Gymnasium Europaschule Schwarzenbek: Seit 2012 hat dort jeder Abitur-Jahrgang eine eigens gestaltete Gehwegplatte hinterlassen.

„Walk of Fame“ im Eingangsbereich des Gymnasium Europaschule Schwarzenbek: Seit 2012 hat dort jeder Abitur-Jahrgang eine eigens gestaltete Gehwegplatte hinterlassen.

Foto: Marcus Jürgensen

Würdiger Abschluss für Schulabsolventen trotz coronabedingter Einschränkungen.

Schwarzenbek.  Klassenfotos, Sektempfang, Festansprachen der Bürgermeisterin oder des Bürgervorstehers und herzliche Umarmungen wird es bei den Abschlussfeiern der Grund- und Gemeinschaftsschule sowie des Gymnasiums für die insgesamt 203 Schulabsolventen nicht geben. Sogar der Handschlag der Schulleiterinnen Birgit Roschlaub (Gymnasium) und Bettina Kossek (Gemeinschaftsschule) und die persönliche Zeugnisübergabe fallen wegen der Hygienevorschriften aus. Allerdings bleibt es den Absolventen beider Schulen erspart, ihre Abschlusszeugnisse vom Postboten überreicht zu bekommen.

Würdiger Festakt für Schulabsolventen

„Wir haben lange überlegt, wie wir in Corona-Zeiten einen würdigen Festakt hinbekommen. Das ist uns gelungen“, sagt Petra Piper, Sprecherin des Gymnasiums Europaschule. 77 Schülerinnen und Schüler haben in der vergangenen Woche ihre mündlichen Abiturprüfungen erfolgreich absolviert und werden am morgigen Donnerstag ihre Abiturzeugnisse in Empfang nehmen. „In diesem Jahr wird einiges anders sein als in den vergangenen Jahren.

Nur zwei Familienangehörige können dabei sein

Gleichwohl möchte die Schulleitung ihre Schüler nicht ohne einen feierlichen Rahmen entlassen“, sagt Petra Piper. Da nicht mehr als 100 Personen in geschlossenen Räumen zu einer Veranstaltung zusammenkommen dürfen, wird der Abiturjahrgang am morgigen Donnerstag in drei Gruppen verabschiedet, damit jede Abiturientin und jeder Abiturient zumindest zwei Familienangehörige mitbringen kann. Diese müssen in der Schule angemeldet werden.

Eine feste Sitzordnung soll den nötigen Abstand von 1,5 Metern zwischen den Familien im Forum der Europaschule gewährleisten. Während Musiklehrer Christoph Laakmann für die musikalische Untermalung der drei Veranstaltungen am Klavier sorgen wird, möchten die Schulleiterin Birgit Roschlaub sowie die Klassen- und Profillehrer in persönlichen Ansprachen ihren ehemaligen Schülern die besten Wünsche mit auf den Weg geben.

Handschütteln bei Zeugnisübergabe nicht erlaubt

„Wir dürfen in diesem Jahr zwar niemandem die Hand schütteln, und es wird leider auch kein offizielles Jahrgangsfoto geben können, aber trotzdem wollen wir es uns nicht nehmen lassen“, so Birgit Roschlaub, „unsere Abiturientinnen und Abiturienten mit den geplanten drei kleineren Veranstaltungen dem Anlass entsprechend feierlich zu verabschieden.“

Es wird drei Verabschiedungen um 16, 17 und 18 Uhr geben. Der Einlass erfolgt vom Haupteingang, im Saal gibt es eine feste Sitzordnung, die Teilnehmer müssen vorab angemeldet werden. „Die ganze Zeit bleiben die Fenster offen, damit die Belüftung gewährleistet ist. Nach dem jeweiligen Festakt werden die Räume desinfiziert. Die Gäste verlassen den Saal seitlich durch eine Tür zum anderen Schulhof. So bleiben die Abstandsregeln gewährleistet, und die Besucher der einzelnen Festakte treffen nicht aufeinander“, erläutert Petra Piper.

Klassenweiser Abschied statt großer Feier

So ähnlich handhabt es auch Bettina Kossek, neue Leiterin der Grund- und Gemeinschaftsschule an der Berliner Straße. „Wir verabschieden klassenweise 72 Neunt- und 54 Zehntklässler im Forum der Schule. Eingang und Ausgang sind getrennt, zwischen den Festakten wird desinfiziert“, sagt Kossek, seit Februar Leiterin der Schule. Sie arbeitet hier bereits seit 13 Jahren, war lange Stellvertreterin des im Sommer 2019 pensionierten Leiters Andreas Hartung. Ihre erste Verabschiedungsfeier von Absolventen ist wegen der Corona-Auflagen eine Premiere an der Schule. „Die Musik kommt vom Band, eventuell finden wir noch jemanden, der Klavier spielt. Es wird für jeden Festakt eine feste Sitzordnung geben, damit wir die Mindestabstände einhalten können“, so Kossek.

Schulbetrieb läuft mit geringerer Klassenstärke

An beiden Schulen wird seit einigen Wochen wieder unterrichtet. Allerdings nicht in voller Klassenstärke und nicht jeden Tag. Die Schüler kommen maximal an drei Tagen, auf dem Schulhof werden sie getrennt. Ein großer Teil des Unterrichts findet bis zu den Ferien weiterhin zu Hause mit dem sogenannten Homeschooling statt.